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Tagesspiegel (Ausgabe vom 2.8.2010)

            Heinz Wewering gewinnt zum achten Mal das Traberderby

(H.Lingk)

Das Gefühl, als Sieger über die Ziellinie zu fahren, kennt Heinz Wewering gut. 16 348 Rennen hatte der erfolgreichste Trabrennfahrer schon vor dem Finaltag der Mariendorfer Rennwoche gewonnen. Doch der Triumph beim 115. Deutschen Traber-Derby, der ihm am Sonntag vor 12 000 Zuschauern mit dem Außenseiterhengst Unikum gelang, war vielleicht der schönste Moment seiner gesamten Karriere – so gerührt wirkte er inmitten des überwältigenden Beifalls.

Dass die deutschen Traberfans ihn bewundern wie keinen anderen Sulkyfahrer, ist erklärbar. Denn obwohl Wewering mittlerweile 60 Jahre alt ist, reagiert er im Rennen schneller als die Gegner. So auch beim Derbysieg: Mit dem dreijährigen Hengst Unikum überließ er das Feld zunächst den Konkurrenten und versteckte sich mit seinem Pferd lange im Mittelfeld. Bis zum letzten Moment hielt Wewering sein Pferd im Windschatten der Favoriten – um sich dann mit dem achten Derbysieg doch noch 240 000 Euro Preisgeld zu sichern.



Heinz Wewering schonte sein Pferd mit Absicht. Denn eine Woche zuvor beim Derby-Vorlauf war Unikum am Ende knapp bezwungen worden. „Das war der entscheidende Warnschuss, den wir ernst genommen haben“, sagte der Meisterfahrer. Mit seinem analytischen und fahrerischen Geschick wird er wohl noch viele Siege feiern können.

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BZ (Ausgabe vom 1.8.2010)

                                 Familien-Derby mit Miss Germany

(H.Lingk)

BERLIN.  Beim Traber-Derby in Mariendorf kommt es heute (ab 12.30 Uhr) zum Familien-Derby. Heinz Wewering hat Deutschlands wichtigstes Trabrennen schon siebenmal gewonnen. Doch heute ist ausgerechnet der Freund von Tochter Marie (18) sein härtester Gegner.Während der Weltmeister beim großen Finale um 240 000 Euro Preisgeld den Hengst Unikum steuert, bringt Robbin Bot (19/seit einem Jahr mit der hübschen Wewering-Tochter liiert) Seriensieger Mary's Boy an den Start.



Und Robbin wird keine Rücksicht auf familiäre Bindungen nehmen - erst recht nicht, weil sein Hengst Mary's Boy Wewerings Ex-Frau Sonja gehört. Wewering gegen Wewering - das knallharte Derby-Duell. Der Champion über seinen Gegner: "Robbin ist ein riesiges Talent, kennt keine Nerven. Ich traue ihm den Sieg zu."

Als Extraprämie winkt ein Rendezvous mit Anne Julia Hagen, der Miss Germany 2010. Das Modell mit den Traummaßen 90-68-93 wird mit dem Regierenden, Klaus Wowereit, die Sieger ehren. Anne Julia zur B.Z. am Sonntag: "Ich freue mich schon wahnsinnig auf das große Finale!" Der Sieger darf sich auf das Preisgeld und Anne Julias Gratulationsküsschen freuen.

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Tagesspiegel vom 1.8.2010

                                        Familienduell beim Derby

                Heinz Wewering trifft auf den Freund seiner Tochter

(H.Lingk)

BERLIN. Exakt 16 348 Rennen hat Heinz Wewering bisher mit seinen Pferden gewonnen. Viel ruhiger wird er trotzdem nicht. „Natürlich schreitet die Uhr voran“, sagt der 60-Jährige. „Doch das macht mir keine Sorgen: Wenn ich gesund bleibe, will ich noch mindestens zehn weitere Jahre Rennen fahren.“ Die gewaltige Karrierebilanz des siegreichsten Trabrennfahrers der Welt könnte schon heute weiter steigen – wenn Wewering auf der Rennbahn in Mariendorf um den Derbysieg und 240 000 Euro Preisgeld kämpft.

Wewering, der diesen Klassiker schon sieben Mal gewann, gilt mit seinem Hengst Unikum erneut als einer der Favoriten. Doch er trifft auf einen sehr ungewöhnlichen Gegner: auf den 19-jährigen Robbin Bot, der den Hengst Mary’s Boy steuern wird. Das Besondere daran: Der Niederländer gilt nicht nur als eines der größten Talente des europäischen Trabrennsports, sondern ist auch mit Wewerings 18-jähriger Tochter liiert. Pikant: Bots Seriensieger Mary’s Boy, der seinen Derby-Vorlauf am vergangenen Sonntag überlegen gewann, gehört Wewerings geschiedener Frau Sonja. Der Traber stammt aus einer erstklassigen züchterischen Linie. Seine Mutter Red Lady gewann 1993 das renommierte Arthur-Knauer-Rennen. Im Sulky saß damals – Heinz Wewering.



Der Weltmeister tritt heute also gegen ein Pferd an, dessen Hintergrund eng mit eigenen Erfolgen und denen seiner geschiedenen Frau verknüpft ist. Sollte Bot am Ende triumphieren, würde bei Wewering dennoch die Freude überwiegen. „Ich will natürlich gewinnen, aber falls stattdessen der Gegner Mary’s Boy gemeinsam mit Robbin und meiner Tochter als Sieger geehrt werden, könnte ich auch damit leben“, sagt Wewering.

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Tagesspiegel (Ausgabe vom 28.7.2010)

                                              Ganz die Schwester

Nina Hagens Bruder Benjamin ist inzwischen ein Star auf der Rennbahn. Er steigt heute bei der Mariendorfer Derby-Woche sechs Mal in den Sulky

(H.Lingk)

BERLIN.  Benjamin Hagens Karriere hatte noch gar nicht begonnen, da war sie auch schon beendet. „Ich habe leider zu wenig Pferde im Stall. Ich muss dich entlassen“, sagte ihm sein damaliger Chef, der Berliner Trabertrainer Burkhard Sternberg. Doch Hagen hatte Glück. Schon am nächsten Tag fand eine große Jährlings- Auktion, auf der ein Jahr alte Pferde versteigert werden, statt. Für ihr Höchstgebot bekamen die noblen Gäste neben dem ersteigerten Traber noch eine Flasche Champagner dazu. „Das mit dem Schampus muss wohl der entscheidende Punkt gewesen sein“, sagt Benjamin Hagen und schmunzelt: „Ein steinreicher Multimillionär kaufte gleich ein Dutzend Pferde und gab sie meinem Chef ins Training – eigentlich nur, weil seine Frau und seine Begleiter ständig Durst hatten.“ Noch am gleichen Abend erhielt er einen neuen Arbeitsvertrag.

Dass Benjamin Hagen seine Karriere als Sulkyfahrer dadurch fortsetzen konnte, hat sich inzwischen als Glücksfall erwiesen. Denn mittlerweile hat sich der 38 Jahre alte Halbbruder der Sängerin Nina Hagen zu einem der besten deutschen Trabrennfahrer entwickelt – und zu einem der meistbeschäftigten. Heute Abend (ab 17.30 Uhr) klettert Hagen bei der Derby-Woche in Mariendorf sechs Mal in den Sulky und steuert sogar mehr Pferde als der Weltmeister Heinz Wewering, der nur auf fünf Starts kommt. Dass Hagen, der aktuell in der bundesweiten Rangliste auf den achten Rang vorgerückt ist, tatsächlich eines Tages zu den bekanntesten Fahrern zählen würde, war lange Zeit nicht absehbar.



Geerbt hat Benjamin Hagen das Talent für den Pferdesport jedenfalls nicht. Sein Vater Hans, ein bekannter Schriftsteller in der DDR, konnte mit diesem Sport nur wenig anfangen. Genauso wie Hagens 17 Jahre ältere Halbschwester Nina, die es als Sängerin eher auf die Bühne zog. Über die zunächst problematische Beziehung zu seiner Halbschwester erinnert sich Benjamin Hagen wie folgt: „Nina gab sich sehr viel Mühe mit mir und brachte immer Spielzeugautos und Geschenke mit. Doch ich war zu klein, um ihr Verhalten zu verstehen. Ich dachte, dass sie mir den Vater wegnehmen will.“

Vielleicht hätte Nina lieber Spielzeugpferde für ihren Bruder mitbringen sollen. Doch mit zunehmendem Alter verschwand das Misstrauen; beide näherten sich sichtbar an. Dass er das exzentrische Verhalten seiner Halbschwester vor allem in seinen ersten Jahren als Traberprofi übernommen hatte, ist Benjamin Hagen durchaus bewusst. Auf den deutschen Bahnen galt der Sulkyfahrer lange Zeit als bunter und aufmüpfiger Exot. Nicht nur im Rennen, wenn er die Peitsche wild über die Köpfe seiner Gegner hinweg schwang, sondern auch jenseits der Sandpiste. Er war einer, der stets eine große Klappe besaß und sich gerne mit jedem anlegte. Doch dann kam der sportliche Erfolg und als zweifacher Familienvater gibt sich Hagen mittlerweile besonnen. „Ich bin doch schon viel ruhiger geworden“, sagt der Sulkyfahrer.

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BZ (Ausgabe vom 25.7.2010)

                                Räumt Ninas wilder Bruder heute ab?

            Benny Hagen startet um 13 Uhr beim Charlie-Mills-Rennen

(H.Lingk)

BERLIN.  Er ist der kleine Bruder der Rockröhre Nina Hagen und im Sulky ein ganz Großer: Der Berliner Trabrennfahrer Benny Hagen liegt in der Top Ten der besten deutschen Profis aktuell auf Rang acht.Beim Charlie-Mills-Rennen um 30 000 Euro heute in Mariendorf (ab 13 Uhr) tritt Hagen mit dem Wallach Bagley als Mitfavorit an.

Der 38-Jährige weist eine tolle Bilanz auf: Seine Pferde erkämpfen zu 58 Prozent Sieg oder Platz! Und das, obwohl seine Sulkykarriere 1992 mit einem Drama begann. Denn am gleichen Tag, an dem Hagen zum Nachwuchs-Champion ernannt wurde, verstarb sein Vater Hans, ein berühmter Drehbuchautor.Der Profi erinnert sich: "Er lag mit Herzproblemen im Krankenhaus und ich wollte ihn nicht allein lassen. Aber er sagte: "Benny, Du musst unbedingt zur Ehrung gehen - ich bin so stolz auf Dich!" Als ich aus Mariendorf zurückkam, war er tot."



Die große Schwester Nina Hagen mochte er als kleines Kind überhaupt nicht. Benny Hagen: "Nina schenkte mir immer Spielzeugautos, aber ich war eifersüchtig auf sie." Auf der Rennpiste hat Berlins Topfahrer den wilden Stil seiner Schwester jedoch übertragen. Auch heute?

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BZ (Ausgabe vom 24.7.2010)

                          In der Derby-Woche geht es um eine Million

(H.Lingk)

Heute startet in Mariendorf die Derby-Woche (bis 1. August). Und Dank Vereinsboss Ulrich Mommert wird sie für die Sulkygespanne zur Rekordjagd.Der Unternehmer (Automobil-Zuliefererbranche) griff für seine Rennbahn ganz tief in die eigene Tasche. Das Gesamtpreisgeld an den sechs Tagen liegt bei fast einer Million Euro.



Dass Mommert einen Teil des Geldes wieder zurückerobern wird, ist wahrscheinlich: Denn er hat mit Heinz Wewering (16 344 Rennsiege) den erfolgreichsten Fahrer der Welt verpflichtet. Nicht nur für Zocker wird es ein Spaß: Am Samstag und am Sonntag (jeweils ab 13 Uhr) gibt es ein buntes Familienprogramm.

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Tagesspiegel (Ausgabe vom 23.7.2010)

                                                  Fest im Sulky

                                  Die Elite der Traber läuft in Berlin

(H.Lingk)

BERLIN.  Der Mariendorfer Rennsekretär Ralf Koscharé ist ein vielbeschäftigter Mann – ganz besonders, wenn es auf die Derby-Woche zugeht. Das Telefon des Vereinsfunktionärs ist ein Gradmesser – denn schon einige Tage vor dem Beginn des wichtigsten Events des deutschen Trabrennsports signalisiert die Häufigkeit des Klingelns, ob die Rennwoche bei den besten europäischen Sulkyfahrern und internationalen Rennstallbesitzern den entscheidenden Zuspruch finden wird. Die Vorzeichen sehen diesmal gut aus – denn in den letzten Tagen kam der Rennsekretär nicht mehr vom Hörer weg.

Dass die Mariendorfer Bahn im ansonsten schwer angeschlagenen Pferderennsport ihren herausragenden Stellenwert behaupten wird, ist nicht verwunderlich. Denn die diesjährige Auflage der großen Rennwoche rund um das 115. Deutsche Traber-Derby bietet eine ganze Reihe von Höhepunkten. Bei den sechs Veranstaltungstagen, die heute um 13 Uhr mit der feierlichen Zerschneidung des Blauen Bandes beginnen, geht es für die Sulkyfahrer in den 80 auszutragenden Rennen um ein Preisgeld von fast einer Million Euro. Den absoluten Höhepunkt bilden die nach Geschlechtern aufgeteilten Derby-Läufe der Stuten sowie der Wallache und Hengste. Dort alleine werden schon 465 773 Euro verteilt.



Die Rennwoche beginnt mit einem Novum: Während die Vorläufe und das Finale des Derbys in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich an einem einzigen Tag ausgetragen wurden, gelten nun neue Regeln. Denn die Vorentscheidungen wurden um eine Woche vorgezogen. Bereits heute werden sich die besten zehn Stuten und am Sonntag dann die besten zehn Wallache und Hengste für den eigentlichen Derby-Hauptlauf am 1. August und das Finale des renommierten Arthur-Knauer-Rennens, das am 31. Juli entschieden wird, qualifizieren. Nur die beiden erstplatzierten Pferde kommen in den insgesamt acht Vorläufen sicher weiter. Es geht für die Sulkyfahrer und ihre Traber also bereits am Auftaktwochenende um alles oder nichts.

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BZ (Ausgabe vom 12.7.2010)

                  Wewering gewinnt Buddenbrock-Rennen in Mariendorf

(H.Lingk)

BERLIN.  Der Trab-Altmeister hat es mal wieder allen gezeigt. Heinz Wewering (60), der erfolgreichste Fahrer der Welt (16.340 Siege) hat in Mariendorf das mit 25.000 Euro dotierte Buddenbrock-Rennen gewonnen.



Mit dem in Finnland trainierten Hengst Unikum hatte sich Wewering bis in die Zielgerade hinein an der Innenkante hinter dem haushohen Favoriten Velten Couture (Hans Joachim Tipke) versteckt. Doch kurz vor dem Ziel war Wewering da – und schnappte sich die 25.000 Euro. Heinz Wewering: „Unikum hat einen tollen Namen und ist wirklich einzigartig. Der Braune wird bei der Derby-Woche ein kräftiges Wort mitreden!“

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Bild (Ausgabe vom 10.7.2010)                       

                  Traben: Super-Schnarcher will Buddenbrock-Sieg

(H.Lingk) 

BERLIN.  Wenn am Sonntag (ab 13 Uhr) in Mariendorf das Buddenbrock-Rennen steigt, ist ein besonderes Pferd Favorit: der dreijährige Hengst Super Neo, dessen Vater Gigant Neo den Prix d’Amérique gewann.



Besitzer Henno Sürder: „Unser Dunkelbraune ist ein ganz cooler Bursche. Vor den Rennen schläft der Hengst besonders viel und schnarcht dabei ganz laut!“ Mal sehen, ob er morgen ausgeschlafen genug ist, um den Titel zu holen.

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BZ (Ausgabe vom 10.7.2010)

                             Buddenbrock: Erster Test für Wewering

(H. Lingk) 

BERLIN.  Gerade erst hat er die Zusammenarbeit mit Marion Jauß beendet, nun tritt er erstmalig für seinen neuen Arbeitgeber Ulrich Mommert an: Beim Buddenbrock-Rennen am Sonntag in Mariendorf (13 Uhr) steuert der Weltmeister Heinz Wewering den Hengst Golden Sunlight.




Der dreijährige Traber ist die Derby-Hoffnung des Berliner Rennvereins-Bosses, dem über 50 Pferde gehören. Wewering (16.337 Sulkysiege) hat für den Mommert-Traber die Buddenbrock-Entlastung vorgesehen.

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Bild (Ausgabe vom 1.4.2010)

                             Trab: Favorit muss gegen Ehefrau ran

(H.Lingk)

BERLIN.  Rosenkrieg mal anders! Morgen (13.30 Uhr) geht es in Mariendorf ganz heiß zur Sache: Beim Fritz-Brandt-Rennen geht es für den großen Favoriten Hans-Jürgen von Holdt (39 / Neu-Wulmstorf) nicht nur um 23.000 Euro Preisgeld, sondern auch gegen seine Ehefrau Alexandra (33).



Die hat ausgerechnet den Startplatz neben ihm erwischt! Beide fuhren im Sulky schon über 1,1 Millionen Euro Preisgeld ein. Pferdestark!

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Tagesspiegel (Ausgabe vom 30.1.2010)

                                   Ein Rennen für vierbeinige Helden

Beim Prix d’Amérique startet am Sonntag in Paris mit Russel November der schnellste deutsche Traber

(H.Lingk)

PARIS.  Heinz Wewering muss es wissen. Der Trabrennsportler, der am Donnerstag seinen 60. Geburtstag gefeiert hat, ist der siegreichste Sulkyfahrer der Welt. Exakt 16 304 Rennen hat der 29-malige Deutsche Champion in seiner Karriere bisher gewonnen. Doch ein Triumph beim Prix d’Amérique, dem wichtigsten Trabrennen der Welt, fehlt in seiner Bilanz. „Dieser Klassiker hat eigene Regeln“, sagt Wewering über die mit einer Million Euro dotierte Prüfung, die am Sonntag in Vincennes, am östlichen Stadtrand von Paris, entschieden wird.

Nur die 18 weltbesten Traber sind bei dem Rennen, das seit 1920 ausgetragen wird, startberechtigt. Wewering hat nie das richtige Pferd dafür gehabt. „Die Schnelligkeit alleine reicht nicht. Nur echte Vierbeinerhelden können in Paris gewinnen“, beschreibt der Routinier das größte Ereignis, das der Trabersport zu bieten hat. „Die besondere Linienführung der Berg- und Tal-Piste und das mörderische Tempo, das den Pferden vom ersten Meter an abverlangt wird, lassen keinen Zufall zu“, erklärt Wewering, „in seiner neunzigjährigen Geschichte wurde der Prix d’Amérique nie durch Glück entschieden – jedes einzelne Siegpferd hatte den Triumph wirklich verdient.“




Am Sonntag ist Wewering gemeinsam mit den 40 000 Zuschauern auf der Tribüne in Vincennes und über 200 Millionen Menschen aus 80 Ländern, die das Rennen live am Bildschirm verfolgen, nur als Beobachter dabei. Doch er wird in Paris eine besondere Premiere erleben: Zum ersten Mal seit 2004, als Alwin Schockemöhles Traber Abano As den mit 250 000 Euro dotierten zweiten Rang belegte, geht wieder ein deutsches Pferd an den Start: der Hengst Russel November, der vom niederländischen Sulky-Champion Hugo Langeweg gesteuert wird. In der Saison 2006 gewann Russel November das renommierte Adbell-Toddington-Rennen in Mariendorf und war gleich im Anschluss erneut in Berlin beim Deutschen Derby erfolgreich. Der Hengst trat damit in die Fußstapfen seines Vaters General November, der das wichtigste deutsche Rennen zehn Jahre zuvor auf der Mariendorfer Piste beherrscht hatte.

Das war für Russel November erst der Anfang, danach setzte der Hengst zu einer Siegesserie an, die ihn auch nach Frankreich führte. In Paris siegte er fünf Mal hintereinander und ging im Anschluss auf sämtlichen bedeutenden Bahnen an den Start. Seine Kilometermarke von 1:09,8 Minuten ist die schnellste Zeit, die jemals ein deutscher Traber auf europäischen Rennpisten erzielt hat.

Das deutsche Pferd tritt dennoch als Außenseiter an. Am Wettmarkt gilt Titelverteidiger Meaulnes du Corta mit seinem Trainer Pierre Levesque als Favorit. Russel Novembers 25-jähriger Fahrer Hugo Langeweg lässt sich aber davon nicht beeindrucken. „Mein Pferd ist topp in Form“, sagt er.

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BZ (Ausgabe vom 28.1.2010)

                                   60 Mio-Mann wird heute 60!

(H.Lingk)

RECKLINGHAUSEN.  Er ist eine lebende Legende, der erfolgreichste Sulkyfahrer der Welt: Heute feiert Trabrenn-Star Heinz Wewering seinen 60. Geburtstag!

Seine Erfolgsgeschichte - unglaublich! 16.304 Rennen hat Wewering bisher gewonnen. Beim Derby triumphierte der in Albachten geborene Westfale sieben Mal. Seine Pferde verdienten in dieser Zeit über 60 Millionen Euro Prämie!



„Die Pferde sind die eigentlichen Helden, denn sie müssen im Rennen die Leistung bringen", sagt der 29-malige Deutsche Meister über seine Schützlinge, die er sogar mit verbundenen Augen am Hufgetrappel erkennt.

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Bild (Ausgabe vom 2.1.2010)

                       Nimczyk ist die Nummer 1 im Traben

(H.Lingk)

BERLIN.  Er hat es wieder geschafft! Michael Nimczyk (23) ist erneut Deutschlands bester Trabrennfahrer. 166 Siege feierte der Mann aus Willich am Niederrhein in der Saison 2009. Damit ließ er sogar Sulky-Legende Heinz Wewering (118 Erfolge) hinter sich.



Vor allem seine Bilanz auf der Bahn in Mariendorf hatte an Nimczyks Erfolg großen Anteil. Dort holte er allein 54 Siege. Michael Nimczyk: „Das Publikum ist fantastisch - jeder Renntag macht hier doppelt Spaß!"

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Bild (Ausgabe vom 5.12.2009)

                                    Nikolaus-Renntag mit Hertha

(H.Lingk)

BERLIN.  Ein Weltmeister als Hertha-Fan. Sonntag steigt auf der Trabrennbahn Mariendorf der große Hertha Nikolaus-Renntag (ab 13.30 Uhr). Mit dabei ist Trab-Weltrekordler Heinz Wewering (59), der in acht Rennen startet.



Wewering drückt aber auch Hertha die Daumen: „Ich tippe auf ein 1:1 gegen Schalke." Das Spiel der Berliner (17.30 Uhr) wird live auf einer Großbildleinwand übertragen. Jeder, der in Hertha-Fan-Kleidung kommt, hat freien Eintritt.

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Bild (Ausgabe vom 5.9.2009)

                               Berlins Kati stürmt für Deutschland

(H.Lingk)

KIEW.  Große Ehre für die Trabrennfahrerin Katharina Merz (35). Die Berlinerin wurde als deutsche Vertreterin für die Amazonen-Europameisterschaft am 13. September in Kiew nominiert. Dort kämpfen Sulkyfahrerinnen aus 15 Nationen um den Titel.

 


Katharina Merz, die bisher 210 ihrer 851 Starts und 217.000 Euro Preisgeld gewann, nahm schon einmal an einer EM teil: 2006 belegte sie in Budapest nur um vier Wertungspunkte geschlagen den vierten Platz.

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BZ (Ausgabe vom 3.8.2009)

                                Zar As gewinnt das Traber-Derby

                  Vor dem Start zertrümmerte der Hengst den Sulky

(H.Lingk)

BERLIN.  15 000 Zuschauer aus ganz Europa waren in Mariendorf begeistert. Bei schönstem Pferdewetter sahen die Fans beim 114. Deutschen Traber-Derby zwar keinen Krimi, doch einen gigantischen Start-Ziel-Sieg des Hengstes Zar As.

Es war ein Triumph mit Ansage. Zu überlegen präsentierte sich der Braune mit Europameister Roland Hülskath (34) im Sulky schon im Vorlauf. Im Finale des Derbys, das insgesamt mit einem Rekordpreisgeld von 440 000 Euro dotiert war, legte der Hengst dann einen beeindruckenden Sieg hin, führte ab der ersten Kurve.



Zwar kam Karaburan mit Helmut Biendl im Schlussspurt noch einmal heran. Doch Zar As war unbezwingbar. Dabei hatte der heißblütige Hengst vor dem Start den 8000 Euro teuren Sulky mit seinen Hufen zertrümmert. Hülskath fuhr im geliehenen Wagen zum Sieg. "Er ist sehr temperamentvoll und ich bin sehr stolz auf ihn. Es ist mein zweiter Derby-Sieg und das Größte, was man erreichen kann." Siegen liegt Zar As offenbar im Blut. Denn sein Papa Abano As ist mit 2,2 Mio. Euro der erfolgreichste deutsche Traber aller Zeiten.

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BZ (Ausgabe vom 2.8.2009)

                                                  Derby-Fieber

Heute steigt zum 114. Mal der Traber-Krimi: Wird Zar As vor 15.000 Fans zum neuen Herrscher von Mariendorf?

(H.Lingk) 

Berlin.  Heute startet das große Mariendorfer Finale: Beim 114. Deutschen Traber-Derby kämpfen die besten europäischen Sulkyfahrer um ein Rekordpreisgeld in Höhe von 440.000 Euro. Ab 12.30 Uhr werden rund 15.000 Zuschauer ihre Favoriten auf der Tempelhofer Pferde-Avus anfeuern.

Zunächst geht es erst einmal mit den Vorläufen los. Von den 34 dreijährigen Hengsten und Wallachen, die in den vier Qualifikationen antreten, kommen nur die besten Zehn in das kurz nach 17 Uhr ausgetragene Finale (live auf DSF). Dann beginnt die Jagd auf den größten Karriereerfolg, den ein Trabrennfahrer erzielen kann.

Dem Dauer-Champion Heinz Wewering (59) aus Hamburg ist dieses Meisterstück schon sieben Mal gelungen. Doch selbst für den erfolgreichsten Sulkyfahrer der Welt (16.260 Rennsiege), der mit den Trabern Wee Catch Diamond und Salut an den Start geht, wird es heute verdammt schwer.



Denn alle zittern vor einem Pferd: Der Hengst Zar As ist schnell wie eine Rakete - und launisch wie eine Diva. An einem guten Tag gewinnt der Braune mit der halben Bahn Vorsprung, an einem schlechten wird er schon nach wenigen Metern disqualifiziert. Doch sein Fahrer, der Europameister Roland Hülskath (35) aus Mönchengladbach, hat Vertrauen in den heißen Ofen: „Zar As muss sich nur alle verbotenen Galoppsprünge verkneifen – dann wird mein Hengst nicht zu schlagen sein!“

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BZ (Ausgabe vom 22.7.2009)

                                 Mariendorfs tapferster Held ist tot

Traberprofi Nadir Zeuske wollte noch seine Derby-Stute siegen sehen, dann erlag er seinem Krebsleiden

(H.Lingk)

BERLIN.  In seinem Rennstall standen keine Millionen-Pferde. Und mit 145 Erfolgen im Sulky war die Bilanz des tragisch verstorbenen Berliner Trabertrainers Nadir Zeuske (38) im Vergleich zum Weltmeister Heinz Wewering (16.251 Siege) bescheiden.

Und dennoch war der Rennfahrer Mariendorfs tapferster Held. Obwohl der Köpenicker bereits von seiner schweren Krankheit gezeichnet war, wollte er sein Pferd Okaleia unbedingt bei der Sonntag beginnenden Derby-Woche an den Start bringen. Doch das Schicksal durchkreuzte seine Pläne. Dienstag früh um 3.42 Uhr ereilte ihn der Tod.

Anfang Juni hatte Zeuske mit rasenden Schmerzen die Klinik aufgesucht. Die fürchterliche Diagnose: Krebs der Bauchspeicheldrüse. Die Tumore hatten sich überall breitgemacht. Die Mediziner gaben dem Patienten nur noch wenig Zeit. Als der Chefarzt von Zeuskes Leidenschaft für die Traber erfuhr, sagte er gerührt: "Sie können sich darauf verlassen: Wir werden alles daransetzen, damit Sie das Derby noch erleben."



Doch dann ging alles ganz schnell. Die B.Z. besuchte den Trainer noch fünf Tage vor seinem Tod. Er war voller Optimismus: "Ich glaube an Wunder und ich werde um mein Leben kämpfen", sagte Zeuske und präsentierte stolz seine Derby-Stute. Er lachte sogar: "Nach der Operation bin ich jetzt 20 Kilo leichter. Früher war ich viel zu dick!"

Und dann war sein Blick plötzlich ganz sanft: "Durch den Krebs hat sich so vieles verändert. Ich verstehe erst jetzt, wie tief die Liebe zu meiner Frau Bettina wirklich ist. Wenn es mir schlecht geht und ich völlig unten bin, dann nimmt mich Bettina zärtlich in ihre Arme und hält mich ganz fest." In diesen Armen ist er nun friedlich eingeschlafen.

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Bild (Ausgabe vom 15.6.2009)

                                Doppelerfolg für Fahrradhändler

(H.Lingk)

BERLIN.  Er liebt Fahrräder und schnelle Pferde. Der niederländische Fahrrad-Händler und Rennstall-Besitzer Meindert Terpsta (67) feierte beim mit 25.000 Euro dotierten Buddenbrock-Rennen in Mariendorf einen Doppelerfolg. Marc Burgerheide mit Ruud Pools im Sulky siegte vor Peter Burgerheide mit Thomas Koyman.



Der Topfavorit Zar As wurde disqualifiziert. Mario Baslers Hengst Titan Patrick enttäuschte. Damit war der Weg für den Holländer frei. Den mit 12.500 Euro dotierten Stutenlauf gewann Heinz Wewering mit der dreijährigen Kataja.

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Tagesspiegel (Ausgabe vom 14.6.2009)

                                    Generalprobe fürs Traber-Derby

(H.Lingk)

BERLIN.  1901 erschien Thomas Manns Roman „Die Buddenbrooks“. Im gleichen Jahr wurde zum ersten Mal das Buddenbrock-Rennen in Berlin ausgetragen – damals noch auf der Traberpiste in Weißensee. Eine verblüffende, aber rein zufällige Namensähnlichkeit.

Denn das Rennen, das inzwischen zu den absoluten Highlights der Mariendorfer Saison gehört, hat natürlich überhaupt nichts mit dem weltberühmten Literaten und seinen Erzählungen zu tun. Das sportliche Ereignis war stattdessen dem 1900 verstorbenen Freiherrn Heinrich von Buddenbrock gewidmet, einem Adligen, der sich um die deutsche Pferdezucht verdient gemacht hatte.



In den über hundert Jahren seiner Geschichte ist das Buddenbrock-Rennen seitdem zu einem Trabersport-Klassiker geworden. Die mit 25 000 Euro dotierte Prüfung über 1900 Meter für dreijährige Pferde, die heute (Beginn13 Uhr) auf der Rennbahn am Mariendorfer Damm entschieden wird, gilt als Generalprobe für das Deutsche Traber-Derby am 2. August.

Als Titelverteidiger tritt der zweimalige Weltmeister Heinz Wewering an, der die Prüfung 2008 mit der Stute Ini Lou gewann. Diesmal vertraut er auf den Wallach Salut. Er trifft auf einen bisher ungeschlagenen Gegner: Hengst Titan Patrik, den Europameister Christophe Martens aus Belgien steuert.

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BZ (Ausgabe vom 14.6.2009)

              Heute Buddenbrock-Rennen: Ist Basler der wahre Titan?

(H.Lingk)

BERLIN.  Start frei für die große Derby-Generalprobe: Beim Buddenbrock-Rennen geht's heute (ab 13.30 Uhr) in Mariendorf um 25 000 Euro Preisgeld. In dem Traditionsrennen (seit 1901) sind nur dreijährige Pferde startberechtigt. Wer diesen Klassiker gewinnt, gilt beim Traber-Derby am 2. August als Favorit.



Alle neun Teilnehmer machen Jagd auf einen Mann: auf Titelverteidiger Heinz Wewering (59), der das Rennen schon neun Mal beherrschte. Doch es wird eng für den 29-maligen Deutschen Meister (16 249 Renn-Siege). Denn Wewerings Wallach "Salut" trifft auf einen starken Gegner: den bei drei Starts noch ungeschlagenen Hengst "Titan Patrik", der unter anderem Mario Basler gehört.

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BZ (Ausgabe vom 28.12.2008)

                                    Heute Finale in Mariendorf

(H.Lingk)

Heute muss die Freundschaft der beiden ruhen. Für  Andre Pögel (36) und Katharina Merz (34) geht es beim letzten Renntag des Jahres in Mariendorf um den Titel. 

Im Kampf um die Amateurmeisterschaft liegt Pögel, der den Titel im vergangenen Jahr gewann, mit bislang 22 Siegen in dieser Saison hauchdünn hinter seiner Konkurrentin (24 Erfolge).



Zwei Sportler mit einer völlig unterschiedlichen Renntaktik: Andre Pögel, Dritter bei der EM im März, steuert seine Traber vom Start weg gerne offensiv ins Rennen. Katharina Merz greift zumeist erst auf den letzten Metern an. Wessen Erfolgskonzept heute in dem mit 16.000 Euro dotierten Hauptrennen am Ende das bessere sein wird, ist schwer zu sagen. Denn die beiden Berliner treffen auf weitere chancenreiche Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet. Mariendorfs Traber-Boss Ulrich Mommert (67) darf jedenfalls schon mal strahlen: „Mariendorf wurde 2008 zur umsatzstärksten deutschen Trabrennbahn!“

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BZ (Ausgabe vom 12.9.2008)

                   Mariendorf: Biendl-Brüder jagen Breeders Crown

(H.Lingk) 

BERLIN.  Bei der Breeders Crown geht es heute (18 Uhr) und Sonntag (13 Uhr) um eine Menge Traber-Heu. Über 300.000 Euro Preisgeld werden verteilt. Die beiden Hauptläufe sind mit je 95.000 Euro dotiert. Sie sind aufgeteilt in Stuten und Hengste/Wallache.



Prickelnd dürfte das Familien-Duell zwischen Gerd Biendl (München) und Helmut Biendl (Straubing) werden. Gemeinsam kommen sie auf 10.755 Siege im Sulky. Doch im Rennen ist von Bruderliebe nichts zu spüren. Mit 6.851 Erfolgen hat Helmut (52) in der Statistik zwar die Nase vorne. Doch der zwei Jahre jüngere Gerd holt sich regelmäßig die dickeren Fische – die hoch dotierten Zuchtrennsiege – ans Land. Mit seinem Hengst Gustav Diamant (startet am Sonntag) hält er zudem den Bahnrekord.

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BZ (Ausgabe vom 4.8.2008)

                    Wunderhengst besiegt Panschows Derby-Fluch

         Der Traber Nu Pagadi flog in Mariendorf der Konkurrenz davon

(H.Lingk)

BERLIN. Das mit 350.000 Euro dotierte Derby, der Kampf der besten Traber: Gestern in Mariendorf war das wichtigste Trabrennen zugleich der Kampf eines der besten deutschen Fahrer gegen die eigene Bilanz.

Denn auf den europäischen Rennpisten hatte Thomas Panschow (41) zwar viele hochdotierte Klassiker gewonnen. Doch dem Profi aus Marl war noch nie ein Derby-Triumph gelungen. Es war wie ein Fluch. 

Gestern, vor 20.000 Zuschauer in Mariendorf, besiegte Panschow die eigene Pechserie mit einem genialen Schachzug. Gleich zu Beginn der Schlussrunde dirigierte der Sulkyfahrer seinen dreijährigen Hengst Nu Pagadi nach einem Blitzangriff in Front und gab die Führung bis zur Ziellinie nicht mehr ab. Panschow: "Die Gegner hatten in dieser recht ruhigen Phase des Rennens wohl nicht mit der plötzlichen Attacke gerechnet. Ich wusste aber: Mein Pferd ist stark genug."



In der Tat: Nu Pagadi ließ den hoch eingeschätzten holländischen Gegnern Yardley Rich (Arnold Mollema) und Sir Hajo (Rob de Vlieger) nicht den Hauch einer Chance.

Ein toller Achtungserfolg gelang dem einzigen Berliner Teilnehmer. Mit dem Hengst Cinas Boy belegte der Karlshorster Trainer Andreas Gläser fünf Längen hinter dem Sieger den sechsten Platz.

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BZ (Ausgabe vom 3.8.2008)

  Maxi Berger fünf Tage nach seinem Horror-Unfall wieder auf der Bahn

              Beim Derby drückt er seinem Papa Heinrich die Daumen

(H.Lingk)

BERLIN.  Es gab schon Derbys mit einer höheren Dotation als den 350.000 Euro, die heute in Mariendorf (ab 12.30 Uhr) über dem Kampf der 32 besten dreijährigen Traber und ihrer Sulkyfahrer stehen.

Und dennoch ist die 113. Auflage des wichtigsten deutschen Trabrennens für den Mariendorf-Chef Ulrich Mommert das schönste Derby aller Zeiten. „Für alle, die am Trabrennsport hängen, ist doch nur eines wichtig: Dass Maximilian Berger seinen schweren Unfall heil überstanden hat!“ 

Obwohl ein auskeilendes Pferd beim Auftakt der Derbywoche fast seinen Schädel zertrümmert hätte, war der 20-jährige Maxi am Freitagabend schon wieder auf der Bahn und schaute sich live den Sieg seines Vaters Heinrich mit der Stute Scottadita an.

Die Einladung des Rennvereins ins VIP-Zelt schlug Maxi aus. „Ich bin viel lieber bei meinem Vater und den Pferden! Ich bin einfach süchtig nach der Stallluft.“ Und Vater Berger ergänzt: „Ich war überwältigt von der öffentlichen Anteilnahme.

Heinrich Berger startet heute mit dem Hengst Running Ship beim Derby und hat mächtige Gegner. Heinz Wewering mit Lilliano, Thomas Panschow mit Nu Pagadi und Michael Schmid mit Yogi Kievitshof sind die Favoriten.



Höhepunkt gestern war das mit 145.000 Euro dotierte Arthur-Knauer-Rennen. Es gewann die Favoritin Ini Lou mit Heinz Wewering im Sulky. Die Dreijährige galt lange als Favoritin für das heutige Hauptderby. Da Ini Lou aber vor zwei Wochen aufgrund einer kurzen Erkrankung einige Tage mit dem Training pausieren musste, zog der Taktikfuchs Wewering die Aufgabe beim leichteren Stuten-Derby vor.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 2.8.2008)

                                       Berlins schönste 1-PS-Story

                                 Ein Ossi trabt gegen die Wessis an

(H.Lingk)

BERLIN.  Er kennt keine reichen Besitzer, die Millionen in nobel gezogene Pferde investieren. Wenn der Ostberliner Trabertrainer Andreas Gläser morgens die Türen seines Rennstalls in Karlshorst aufschließt, dann blicken ihm nur durchschnittlich begabte Pferde entgegen. Mit seiner aktuellen Bilanz von 667 Siegen im Sulky ist der 46-Jährige verglichen mit dem Sulky-Goliath Heinz Wewering (16.139 Siege) fast schon ein kleiner David. 

Und trotzdem ist der Sohn der DDR-Sulkylegende Werner Gläser (76) seit Wochen der Held aller Berliner Traberfans. Denn Gläser formte aus dem unscheinbaren Hengst Cinas Boy mit viel Gespür ein Superpferd. Bei fünf seiner sieben Starts stürmte Gläsers Traber den Gegnern auf und davon. Nun wird für den  waschechten Lichtenberger ein Traum wahr: Morgen ist Gläser als einziger Berliner Teilnehmer bei dem mit 350.000 Euro dotierten 113. Deutschen Traber-Derby in Mariendorf (ab 12.30 Uhr) dabei.



„Ich traue Cinas Boy zu, im Vorlauf Erster oder Zweiter zu werden und dann das Finale zu erreichen.“, sagt Andreas Gläser stolz und lacht: „Obwohl der Braune ein richtiger Vielfraß mit dickem Bauch ist.“ Cinas Boys Pflegerin Elke Preusser (31) sieht es ähnlich: „Die Derby-Favoriten sollten aufpassen. Denn noch lieber als Heu frisst unser kleiner Dicker seine Gegner auf!“

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BZ (Ausgabe vom 31.7.2008)

                              Mariendorf: Kati heute mit Gefühl!

(H.Lingk)

BERLIN.  Mariendorfs Sulky-Königin Kati Merz (33) gewinnt nicht mit der Peitsche, sondern mit Gefühl: Auch am zweiten Tag der Derbywoche auf der Bahn im Süden der Hauptstadt will sie mit den Trabern Trust Yourself und Speedking Beemd weit nach vorne.



"Besonders dem Speedking traue ich eine starke Leistung zu", sagt Kati, die durch ihr Einfühlungsvermögen und das zarte Händchen für die Pferde schon oft für Überraschungen gesorgt hat. Bei ihren bisher 70 Starts in dieser Saison landete die Fahrerin jedes zweite Mal auf dem ersten oder zweiten Platz.

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BZ (Ausgabe vom 12.7.2008)

                      Wewering mit sieben Jauß-Trabern am Start

(H.Lingk)

BERLIN.  Hoher Besuch am Sonntag (ab 14 Uhr) beim Renntag in Mariendorf: Heinz Wewering (58), mit über 16 000 Siegen der erfolgreichste Sulkyfahrer aller Zeiten, wird in fast allen Rennen an den Start gehen. Das Symbol des Champions, den goldenen Helm, überlässt Wewering derzeit zwar seinem 25 Jahre jüngeren Konkurrenten Roland Hülskath. Trotzdem bleibt er bei den deutschen Profis das Maß aller Dinge.



Dass Wewering in der aktuellen Fahrerwertung nur Siebenter ist, liegt an seinen vergleichsweise wenigen Starts. Denn seitdem Wewering als Privattrainer die Pferde der Millionärin Marion Jauß (69) auf dem schleswig-holsteinischen Gestüt Neritz betreut, setzt er mehr auf Klasse als auf Masse. „Für Marion ist nicht der Jubel nach einem Sieg, sondern die Gesundheit ihrer Traber das Wichtigste“, schwärmt der zweimalige Weltmeister. Was Jauß-Traber drauf haben, will Wewering in Mariendorf beweisen: Bei der Veranstaltung rund um den mit 10.000 Euro dotierten Charlie-Mills-Trial tritt der 29-malige Deutsche Meister mit sieben hoch eingeschätzten Pferden des norddeutschen Rennstalls an.

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BZ (Ausgabe vom 30.6.2008)

                                            Baslers Laufwunder

         Sein Hengst Igor Font ist jetzt das beste junge Pferd Europas

(H.Lingk) 

ROM.  Riesenerfolg für Ex-Fußballstar Mario Basler und seinen Traber-Rennstall Catch Glory: Am Samstag gewann der vierjährige Hengst Igor Font den mit 300.000 Euro dotierten „Gran Premio Tino Triossi“. Auf der Bahn in Tor di Valle am Stadtrand von Rom übernahm der Traber, der neben dem 30-maligen Nationalspieler und seinem Schwager Roger Wittmann auch der Ex-Tennisspielerin Anke Huber gehört, nach einer halben Runde die Führung und fertigte seine zwölf Gegner mit drei Längen Vorsprung überlegen ab.



Innerhalb von nur acht Wochen gelang Basler und seinem Team damit der zweite Sieg in einem Rennen der Europagruppe Eins. Mit seiner Gewinnbilanz von fast 400.000 Euro gilt Lauf-Wunder Igor Font nun als bestes junges Pferd des Kontinents. 

Mario Basler: „Der Hengst ist ein Wunder auf vier Beinen. Auf unserem Gestüt ist der Braune verspielt wie ein kleiner Junge. Doch im Rennen wird er zur Rakete!“ Im Düsenjet-Tempo zog am Wochenende auch Igor Fonts Fahrer, der französische Sulkychampion Jean-Michel Bazire, sein Pensum durch. Der 37-Jährige ging innerhalb von nur 24 Stunden in Paris, Rom und Forus (Norwegen) an den Start.

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BZ am Sonntag (Ausgabe vom 25.5.2008)

                                 Tennislady Huber jetzt Trab-Star 

          Mit Ehemann Roger Wittmann baute Anke ein Top-Gestüt auf 

(H.Lingk)

Mengkofen, ein beschauliches Dorf in Niederbayern. Ein besonderer Ort für ein besonderes Paar. 

Ex-Tennisprofi Anke Huber (33) kennen wir aus vielen TV-Übertragungen. Sie galt als Kronprinzessin hinter Steffi Graf, war 1996 sogar Nummer 4 der Weltrangliste. An ihrer Seite: Roger Wittmann (48), Berater von vielen Fußball-Profis und ihre gemeinsamen Kinder Moritz (3), Laura (1) und Rogers Tochter Anna-Lena (13).



Und sie teilen noch eine Leidenschaft: Pferde. Auf ihrem Gestüt Catch Glory stehen 20 Traber in modernen Stallboxen. Die Eigentümer sind Huber, Wittmann und dessen Schwager Mario Basler (39). 

Zwei Stall-Stars ragen besonders heraus. Der Hengst Early Maker erkämpfte bisher schon 251.500 Euro Preisgeld und sein Boxennachbar Igor Font siegte Ende April sensationell beim Gran Premio d’Europa in Mailand. Bei dem mit 300.000 Euro dotierten Rennen lief der Braune Weltrekord! 

„Mit diesem Sieg ist für uns ein Traum wahr geworden“, strahlt Roger Wittmann – sein Trabrennstall ist inzwischen einer der bedeutendsten in Deutschland. In den großen europäischen Rennen überlassen Huber, Wittmann und Basler die Fahrleine natürlich richtigen Sulkyprofis. Aber sie können alle selbst fahren.. Auf unserem Gestüt gehören die Pferdepfleger fest zur Familie“, sagt Anke Huber. „Und selbst meine 19 Monate alte Laura krabbelt den Trabern schon hinterher!“

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Bild (Ausgabe vom 24.5.2008)

              Sulky-Champion Wewering: Jetzt greift seine Tochter an

(H.Lingk) 

BERLIN.  Heinz Wewering (58) ist der erfolgreichste Trabrennfahrer aller Zeiten. 50 Millionen Euro Preisgeld, zwei Weltmeistertitel. Doch noch mehr als auf seine 16 000 Siege ist er stolz auf seine Tochter Marie-Charlott (16). 

Nachdem sie das erforderliche Mindestalter (16 Jahre) erreicht hat, beantragte Marie-Charlott jetzt die Fahrerlizenz, wird zukünftig Rennen bestreiten. Erfahrungen im Umgang mit den Trabern hat sie schon lange. Zusammen mit ihrer Mutter Sonja züchtete sie die Stute Beautiful Rose. Marie-Charlott: „Pferde sind von klein auf mein Leben. Sie sind ehrlich und treu.“



Wewering selber will morgen in Mariendorf (ab 13.30 Uhr) siegen. Beim Buddenbrock-Trial stellen sich die Favoriten für das Traberderby (3. August) vor. Gegen starke Hengste wie Lets go on (Helmut Biendl) und Nu Pagadi (Thomas Panschow) steuert Wewering die Traberstute Gentle Touch vom Rennstall Marion Jauß.

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Bild (Ausgabe vom 25.3.2008)

                             Traben: EM-Bronze für Berliner Pögel

(H.Lingk)

TONGEREN.  Der Berliner Andre Pögel (36) gewann bei der Europameisterschaft der Amateurfahrer in Belgien nach sechs Läufen mit 35 Punkten Bronze hinter dem Spanier Carlos Cruellas (40 Wertungspunkte) und dem Norweger Thomas Mjoen (37 Punkte).



Für die EM ließ der gelernte Hufschmied sogar den Start beim renommierten Fritz-Brandt-Rennen in Mariendorf ausfallen. Den mit 21 000 Euro dotierten Klassiker holte sich Heinrich Wolf  (Gelsenkirchen) mit der vierjährigen Stute Donna Clara.

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Bild (Ausgabe vom 17.3.2008)

                                    Graf Orlow eingeschläfert

(H.Lingk)

BERLIN.  Bitterer Verlust für den Berliner Züchter-Champion Hans-Joachim Kleemann: Der Wallach Graf Orlow, der mit Abstand beste Traber seines Rennstalls, musste nach einem Koppelunfall eingeschläfert werden.



Der wunderhübsche Rappschimmel war tatsächlich ein Graf auf vier Beinen: Nicht nur in Mariendorf, sondern auch auf den bundesweiten Rennpisten trabte der Sechsjährige seinen Gegnern regelmäßig in majestätischem Stil auf und davon. Von seinen 28 Starts konnte Graf Orlow 16 Rennen gewinnen und war neun Mal platziert.

Innerhalb eines guten Jahres verdiente der Wallach für seinen Besitzer 64.250 Euro Preisgeld, räumte alleine bei seinem letzten Start in Gelsenkirchen 20 000 Euro Prämie für Kleemanns Rennstall ab.

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Bild am Sonntag (Ausgabe vom 28.10.2007)

     Super-Mario und sein Super-Hengst: Heute 100 000-Euro-Sieg?

(H.Lingk) 

BERLIN.  Doppelter Stress für Mario Basler (38). Heute steht der Ex-Nationalspieler als Co-Trainer beim Spiel Koblenz gegen Osnabrück an der Seitenlinie – und drückt dabei einem Pferd die Daumen!

In Berlin-Mariendorf kämpft der sechsjährige Hengst Early Maker um die mit 100 000 Euro dotierte Breeders Crown. Der Traber ist das beste Pferd im Rennstall Catch Glory, den Basler gemeinsam mit seinem Schwager Roger Wittmann und dessen Lebensgefährtin, Ex-Tennis-Star Anke Huber, gegründet hat. Basler: „Dieses Pferd fliegt schnell wie ein Pfeil und hat im Rennen noch nie eine Peitsche gesehen.“



Rund 250 000 Euro hat Early Maker schon verdient. Damit es heute (17.15 Uhr, DSF live) wieder in der Kasse klingelt, wurde ein Star-Fahrer engagiert. Der finnische Europameister Jorma Kontio gewann schon 8 000 Rennen im Sulky! Mitbesitzerin Anke Huber ist sicher: „Early Maker hat einen unbändigen Siegeswillen. Er gibt nie auf!“

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Bild (Ausgabe vom 10.8.2007)

                        Mario Basler: Schluss mit dem Regel-Zoff

(H.Lingk) 

BERLIN.  Die Fußball-Welt kennt ihn als Super-Mario. Privat liebt Ex-Hertha- und Bayern-Profi Mario Basler (38) schnelle Traberpferde: Mit Spielerberater Roger Wittmann (47) gehört ihm der bedeutende „Catch Glory“-Rennstall. 

Doch die jüngste Entwicklung im Trabersport macht Basler Sorgen, vor allem die Spaltung von Hauptverband HVT und der Splittergruppe Traberliga. Beide Vereine streiten über neue Regeln. 

Jetzt sagen Basler und Wittmann einstimmig: „Schluss mit dem Regel-Zoff.“



Für Ärger sorgte zuletzt das Berliner Derby. Mit dem Hengst Titus B wurde der zweitplatzierte Helmut Biendl im Finale nachträglich disqualifiziert. Die Rennleitung hatte das Favoritengespann wegen einer minimalen Veränderung der Fahrspur aus der Wertung genommen. 

Dabei hatte Biendl keinen Konkurrenten behindert. Über das gnadenlose Urteil, das mit einer neu geschaffenen Trabrennordnung begründet wird, ist nicht nur das Publikum empört. Thomas Berchtold, der Besitzer des disqualifizierten Hengstes, hat bereits seinen Anwalt eingeschaltet. 

Wittmann: „Der Schuss des Hauptverbandes geht nach hinten los. Hier werden ein Pferd und sein Fahrer ohne Grund bestraft. Die neuen Regelungen sind für den deutschen Trabrennsport einfach nur beschämend!“

Am Mittwoch lassen Basler und Wittmann ihren Stallcrack Early Maker in Italien antreten. Im Gran Premio Montecatini geht es um 150 00 Euro. Dort gilt die deutsche Rennordnung nicht.

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Bild (Ausgabe vom 26.7.2007)

                           Traber-Derby: Sea Cove kehrt zurück

(H.Lingk) 

Berlin.  Ab Sonntag geht es auf der Trabrennbahn in Mariendorf ums große Geld. Bei der Derbywoche (29. Juli bis 5. August) wird rund eine Million Euro Prämie verteilt. Und es gibt ein Wiedersehen mit dem 21-jährigen Wunderhengst Sea Cove, dessen Rennkarriere schon beendet ist.



Am Derby-Samstag (4. August) kehrt er noch einmal zurück, um sich dem Publikum zu präsentieren. Über 2,3 Mio. Euro Preisgeld hat Sea Cove gewonnen, in Berlin siegte er 1994 beim Matadoren-Klassiker. 

Mariendorfs Rennvereins-Chef Ulrich Mommert kümmert sich seit langem um den Amérique-Sieger. Er sagt: „Sea Cove hat soviel Temperament im Blut, dass wir die Piste besonders sichern müssen. Sonst springt er uns mitten zwischen die Zuschauer!“

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Bild (Ausgabe vom 14.3.2007)

                                        Glücksbringer Glückauf

                               Ein Traber rennt für kranke Kinder

(H.Lingk)

Seit 50 Jahren steckt Berlins zwölfmaliger Sulky-Champion Peter Kwiet (67) schon im Rennsportgeschäft. Doch ein Pferd wie den Wallach Glückauf hat er noch im Stall gehabt. „Das ist der größte Dickkopf, der mir je über den Weg gelaufen ist – wenn der im Training keine Lust hat, geht gar nichts!“, sagt der Profi und schmunzelt dabei. Denn Kwiet hat allen Grund, stolz auf den Traber zu sein. Glückauf ist ein Siegertyp: Von seinen 44 Starts hat der Braune genau die Hälfte gewonnen und war nur ein einziges Mal nicht im Geld.



Das Tolle dabei: Jeder einzelne Euro, den der hübsche Vierbeiner verdient, geht an die Tempelhofer Kinderklinik St. Joseph. Über 15 000 Euro kamen für den guten Zweck bereits zusammen. Von dieser Summe wurde vor allem Spielzeug für die schwer kranken Kinder gekauft. Ein wenig Licht also für die kleinen Patienten und eine Extraportion Freude, die sie doch so nötig haben.

Und der Hoffnungsschimmer soll weiter wachsen: Für das Charity-Projekt des Berliner Trabrennvereins, das vom Bürgermeister Klaus Wowereit und Promis wie Günther Jauch und Johannes B. Kerner unterstützt wird, werden noch Mitstreiter gesucht.  Berlins Traber der Herzen scheint jedenfalls genau zu wissen, worum es geht! Denn Glückauf wird von Tag zu Tag besser.

Während der Wallach früher auf der Piste nur langsam auf Touren kam die Rennen knapp im Speed gewann, stiefelt er neuerdings seinen vierbeinigen Gegnern vom Start weg auf und davon. Dem Trainer ist das nur recht: „Der Bursche macht doch sowieso, was er will“, lacht Peter Kwiet, „und wichtig ist nur, dass er auf der Ziellinie vorn ist!“

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Bild (Ausgabe vom 7.2.2007)

              Sulky-Opa Willy: Zwangsrente für den Favoritenschreck

(H.Lingk)     

BERLIN.  Wenn Willy Borgsdorf seinen Sturzhelm aufsetzt und im Höllentempo um die Piste rast, halten die Trabrenn-Fans in Karlshorst und Mariendorf den Atem an. Mit seinem Hengst Ares feierte Willy schon viele Siege. Doch nun droht dem rasenden Sulky-Senior Borgsdorf (73) die Zwangsrente! 

Denn der deutsche Traber-Hauptverband plant einen Rundumschlag. Als wenn es im wirtschaftlich bedrohten Trabrennsport keine wichtigeren Probleme gäbe, werden Altersbeschränkungen eingeführt: Wer das 70. Lebensjahr erreicht, muss sofort die Fahrleine abgeben. Und auch, wer noch nicht 18 ist, darf sich nicht mehr in den Sulky setzen.



Dabei straft die Realität den Verbandspräsidenten Max Stadler Lügen. Denn das Können auf der Rennpiste hat nur mit Fleiß und Talent und nichts mit dem Alter zu tun. Sulky-Legenden wie Heinz Wewering, der sein erstes Rennen mit 15 gewann, und der unvergessene Hänschen Frömming, dem auch mit 70 ein Geniestreich nach dem anderen glückte, sind dafür der beste Beweis.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 29.12.2006)

                                   Und keiner macht's wie Heiner

   Saisonabschluss in Karlshorst: Mit 133 Siegen ist Christiansen vorne

(H. Lingk)

BERLIN.  Heute (ab 18 Uhr) werden in der Wuhlheide die letzten Rennen einer langen Saison ausgetragen. Für zwei Sulkyfahrer wird der Abschluss zur Karrierekrönung: Heiner Christiansen (40) und Bernd Schrödl (43) sind Berlins neue Traber-Könige!

"Keiner fährt wie Heiner": Dieser Fan-Slogan wurde für Christiansen, der seine Pferde in der Nähe des schleswig-holsteinischen Städtchens Husum trainiert und für die Starts in Mariendorf und Karlshorst jedes Mal eine weite Anreise in Kauf nimmt, tatsächlich zur Realität. Denn der Norddeutsche drückte dem Profibereich mit aktuell 133 Siegen überdeutlich seinen Stempel auf und ließ dem Titelverteidiger Daniel Wagner (69 Erfolge) nicht den Hauch einer Chance.



Bei den Amateuren blieb es dagegen bis zum Schluss spannend: Monate lang lieferten sich Katharina Merz (32/ Schöneiche) und Bernd Schrödl (Grabow), die auch im letzten Jahr die Plätze eins und zwei belegt hatten, ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Erst im Schlussspurt setzte sich Schrödl mit 38 zu 32 Siegen durch.

Gegen den "Herren der Schafe" (Schrödl führt im Hauptberuf einen Zuchtbetrieb mit rund 1000 Tieren) kann die hübsche Kati das Ergebnis nur noch kosmetisch verbessern. Doch selbst das wird schwer: Denn vor dem Karlshorster Publikum wollen die neuen Champions beim Finale noch einmal richtig glänzen.

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Bild (Ausgabe vom 2.10.2006)

                           Trab-EM: Hanna springt, Katharina Vierte

(H.Lingk)

BUDAPEST.  Die Berliner Traber-Championesse Katharina Merz (32) hat den Gesamtsieg bei der Amazonen-Europameisterschaft in Budapest knapp verpasst. Am Ende fehlten der Sulky-Amazone ganze vier Punkte zum Erfolg.



Die verschenkte Katharina ausgerechnet bei ihrer chancenreichsten Fahrt im Sulky der Favoritin Hanna. Die Stute wurde nach einer Galoppade kurz vor dem Ziel disqualifiziert. Den Titel holte sich die Russin Julia Kashkovskaya. ________________________________________________________________  

Bild (Ausgabe vom 29.9.2006)

                        EM-Zweite! Katharina überrascht in Budapest

(H.Lingk)

BUDAPEST.  Tolle Überraschung bei der Trabrenn-EM der Amazonen in Budapest: Nach den ersten beiden von fünf Wertungsläufen ist Katharina Merz (32) Zweite!



Die in Köpenick aufgewachsene Sportlerin hat nur einen Punkt Rückstand auf die führende Tschechin Alena Cemusova (22 Zähler). An der EM der besten Sulky-Amazonen, deren Finale Sonnabend stattfindet, nehmen 13 Natonen teil.

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Bild (Ausgabe vom 27.9.2006)

                                         Hübsche Kati will EM-Titel

(H.Lingk)

BUDAPEST.  Sie gilt als Frau mit den zarten Händen. Die Peitsche lässt sie am liebsten gleich im Stall. Dennoch holte Katharina Merz (32) letztes Jahr mit 61 Sulky-Siegen die Amateurmeisterschaft.

Ab heute kämpft Kati in Budapest um die Europameisterschaft der Amazonen.



Problem: Vor den fünf Läufen werden die Pferde den Amazonen jeweils zugelost. "Das macht alles ziemlich unberechenbar", weiß Kati und ergänzt: "Pferde und Fahrer müssen die Sandpiste gesund verlassen. Das ist das Wichtigste."

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 6.8.2006)

                  Die Jagd auf den Millionen-Hengst Russel November

                  Nur wer ihn einholt, kann heute in Mariendorf siegen

BERLIN.  Wer kann dieses Pferd überhaupt schlagen? Russel November (millionenschwer, aber unverkäuflich) ist Topfavorit beim 111. Traber-Derby. Im traditionsreichen Mariendorfer Rennen geht's heute (13 Uhr) um 374 000 Euro - und einen Lorbeerkranz. Der Regierende Klaus Wowereit wird ihn dem flottesten Pferd um den Hals hängen. Für Experten heißt das: Russel November.



Bei allen sechs Starts dieser Saison ist der Super-Hengst der Konkurrenz locker davon geflitzt. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm: Papa General November hält noch immer den Bahnrekord in Mariendorf. Wie der Vater, so der Sohn - das gilt auch für die Fahrer im Sulky von Russel November: Statt Hugo Langeweg (53/Holland) sitzt einmal mehr Sohn Hugo jun. (22) an den Zügeln.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 6.8.2006)

                    Stuten-Derby: Tochter schlägt Goldhelm Heinz

(H.Lingk)

BERLIN.  Das Arthur-Knauer-Rennen (160 000 Euro) endete mit einer Überraschung. "Goldhelm" Heinz Wewering hatte klar die Vorläufe beherrscht, doch im Finale galoppierte die Stute Vita di Quattro - das Aus.



Thomas Panschow sagte Danke, steuerte mit der Außenseiterin Beautiful Rose zum Sieg. Trost für Wewering: Die Stute gehört seiner Ex-Frau Sonja und der gemeinsamen Tochter Marie-Charlott (14).

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 5.8.2006)

                         Abschiedsgala für Goldhelm Wewering

      Nach der Derby-Woche zieht es Weltmeister Heinz nach Italien

BERLIN. Bevor morgen mit dem 111. deutschen Derby (374 000 Euro) der absoluten Höhepunkt steigt, kämpfen heute auf der Trabrennbahn in Mariendorf 43 Pferde um das Stuten-Derby.



Im Gegensatz zu Sonntag (da ist der 2006 noch ungeschlagene Russel November der Top-Favorit), rechnet sich "Goldhelm" Heinz Wewering mit seiner Stute Vita di Quattro gute Siegchancen aus. Könnte eine kleine Abschiedsgala für den Sulky-Weltmeister werden. Denn Wewering verlegt seinen beruflichen Schwerpunkt in den kommenden Wochen nach Italien.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 30.7.2006)

                     Derby-Woche: Start frei fürs tolle Pferde-Festival

     Mit dem Charlie-Mills-Memorial geht's ab 13 Uhr in Mariendorf los

(H.Lingk)

BERLIN.  Start frei zur wichtigsten Mariendorfer Rennwoche des Jahres: Heute beginnt das große Pferdesport-Festival rund um das 111. Deutsche Traber-Derby traditionell mit dem Schultheiss-Renntag.

Für die schnellsten Sulkygespanne und die Rennstallbesitzer geht es auf Berlins Pferde-Avus bis zum 6. August um das große Geld: Rund 800 000 Euro Prämie wird an den fünf Veranstaltungstagen an diejenigen verteilt, die auf der Ziellinie die Nase ganz vorne haben. Heute steht ab 13 Uhr zunächst das mit 27 000 Euro dotierte Charlie-Mills-Memorial im Mittelpunkt.

Bei diesem Klassiker, der einem der besten Trabertrainer aller Zeiten gewidmet ist, geht die Creme de la Creme der deutschen Sulkyfahrer an den Start. Besonders die bayrischen Brüder Gerd und Helmut Biendl verkörpern auf den europäischen Rennpisten seit Jahren quasi den FC Bayern.



Beide Biendls sahnen die wichtigsten Prüfungen abwechselnd ab. Doch wenn das Startsignal ertönt, dann ist von Familienliebe nicht mehr viel zu spüren. Im Gegenteil: Auf der Sandpiste werden der in München lebende Gerd (49) und sein älterer Bruder Helmut (55), der seine Pferde hauptsächlich auf den italienischen Bahnen steuert, zu erbitterten Konkurrenten.

Nur von der Papierform her tun sich beide nichts: Im Schnitt gewinnen sie jedes dritte ihrer Rennen. Mit dieser einzigartigen Bilanz rangieren sie bundesweit sogar vor dem zweimaligen Weltmeister Heinz Wewering.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 2.7.2006)

                                Preussenstolz ist Berlins Hoffnung

       Favorit beim Buddenbrock-Rennen ist der Hengst Armstrong As

(H. Lingk)

BERLIN.  In Mariendorf steht heute (13 Uhr) beim Buddenbrock-Rennen die Generalprobe für das Derby (6. August), das wichtigste deutsche Traber-Ereignis, auf dem Programm. Für dreijährige Pferde geht es um 30 000 Euro. Mit Vorschusslorbeeren geht Armstrong As an den Start. Der Hengst ist der kleine Bruder von Abano As, dem besten deutschen Traber aller Zeiten.



Dass der "Kleine" das Zeug dazu hat, dem legendären Prix-d'Amerique-Sieger nachzueifern, hat Armstrong As in der Hand seines Trainers Gerd Biendl bewiesen. Doch auf Biendl wartet ein harter Brocken: Heinz Wewering, erfolgreichster Trabrennfahrer der Welt, will mit dem Berliner Hengst Preussenstolz vorneweg traben.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 1.6.2006)

                     Traben: Deutschland sucht den Super-Zocker

Mariendorf: Bei der Breeders Crown geht's über Pfingten um 500 000 Euro und viel Spaß für Wetter

(H.Lingk)

BERLIN. Start frei zur Breeders Crown: Beim Traber-Festival am Pfingstwochenende auf der Derbybahn in Mariendorf werden insgesamt 500 000 Euro Preisgeld an die schnellsten Sulkyfahrer verteilt. Vom Samstag bis zum Montag (Beginn jeweils 13 Uhr) tritt die gesamte europäische Elite an.

Angefangen vom zweimaligen Weltmeister Heinz Wewering bis hin zum legendären belgischen "Hexer" Jos Verbeeck, der schon vier Mal den Prix d'Amérique gewann, ist jeder dabei, der im Trabersport Rang und Namen hat.



In dem nach dem Alter der Pferde aufgeteilten Rennen machen die vierjährigen Hengste und Stuten am Freitag den Auftakt. Vor allem Unforgettable - der Derbysieger der letzten Saison - ist mit seinem holländischen Trainer Arnold Mollema mit exzellenter Chance dabei.

Doch nicht nur auf der Piste wird es spannend – der Wettkampf geht sogar auf der Tribüne weiter. Unter dem Slogan "Deutschland sucht den Super-Wetter" treten die umsatzstärksten Zocker direkt gegeneinander an. Die risikofreudigsten Spürnasen (Grundeinsatz mindestens 100 Euro) werden zusätzlich mit 10 000 Euro prämiert. Anmeldungen dafür sind unter 030-7401238 möglich.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 21.5.2006)

                              Mariendorf: Stelldichein der Sieger

(H.Lingk)

BERLIN.  Großer Showdown in Mariendorf! Heute (ab 13.30 Uhr) wird das Zirkelrennen für fünf- und sechsjährige Traber auf der Derbybahn entschieden. Diese Prüfung der Europagruppe II ist mit 45 000 Euro dotiert. Ein Rennen mit Topbesetzung: Vom zweimaligen Weltmeister Heinz Wewering (56) bis hin zum Junioren-Europameister Michael Nimczyk (20) ist jeder dabei, der im deutschen Sulkysport Rang und Namen hat.



Für die Pferde gilt das Gleiche: In den drei Qualifikationen für das Finale treten insgesamt elf frische Sieger an! Für zwei Berliner Traber wird das Zirkelrennen zur Nagelprobe: Der Wallach Rudolf konnte mit seinem Fahrer Roman Matzky bereits 19 Starts in Mariendorf und Karlshorst gewinnen. Und im Sulky des Seriensiegers Floranus Bosphorus, der vom Ostberliner Daniel Dähn in Schöneiche am Rande Berlins trainiert wird, nimmt der Goldhelm Heinz Wewering höchstpersönlich Platz.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 23.4.2006)

                        Pferdeflüsterer Dirk Rohrbeck kehrt heim

               Tödlicher Tritt: Dienstag Trauerfeier für "Röhrchen"

(H.Lingk)

BERLIN.  Welch schwerer Moment für den gesamten Berliner Trabrennsport: Am Dienstag wird Dirk Rohrbeck (36) zu Grabe getragen. Die Trauerfeier für den tödlich verunglückten Sulkyfahrer findet ab 15 Uhr im Krematorium Hennigsdorf statt.

Am 12. April war "Röhrchen", wie ihn alle seine Kollegen in Karlshorst und Mariendorf liebevoll nannten, bei einem schrecklichen Unfall auf der Rennpiste in Ebreichsdorf (Österreich) ums Leben gekommen. Bei der Trainingsarbeit hatte ihn eine vierjährige Stute mit dem Huf mitten ins Gesicht getroffen und alle seine Träume mit einem einzigen brutalen Tritt ausgelöscht. Dirk war auf der Stelle tot.



Sein Handwerk hatte der begeisterte Amateurboxer nach der Wende in der Wuhlheide gelernt: In Karlshorst schaute er Champion Manfred Zwiener gründlich auf die Finger und wurde mit seinem unglaublichen Einfühlungsvermögen für schwierige Pferde zur rechten Hand des Chefs.

Als Zwiener vor anderthalb Jahren nach Österreich wechselte, zögerte der Profi keinen Moment und ging mit. Doch alle seine Gedanken hingen am Berliner Derby. Das wird "Röhrchen" zwar nie mehr erleben dürfen. Aber sein Platz bleibt frei. Die Sulky-Amazone Claudia Kube: "Wir werden Dirk nie vergessen und ihn für immer in unserem Herzen tragen!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 13.4.2006)

                            Kati aus Köpenick erobert Mariendorf

           Traben: Katharina Merz ist Favoritin im Fritz-Brandt-Rennen

(H.Lingk)

BERLIN.  Mit dem Fritz-Brandt-Rennen um 20 900 Euro Preisgeld startet Mariendorf morgen (13.00 Uhr) in die Traber-Hauptsaison. Auf der Sandpiste will eine Ostberlinerin fette Beute finden: Jahrzehntelang hatten die Männer im Fritz-Brandt-Rennen das Sagen – bis Katharina Merz kam. 2004 und 2005 fegte die hübsche Amazone ihre Konkurrenten zwei Mal hintereinander von der Bahn. Karfreitag hält die gebürtige Köpenickerin erneut ein ganz starkes Ass im Ärmel: den Hengst Distant Thunder.



Die Generalprobe für das Brandt-Rennen gewann der braune Supertraber vor zwei Wochen überlegen. Doch sein härtester Gegner kommt ausgerechnet aus dem eigenen Stall: Boxen-Nachbar Florino Elgin, der von Werner Schnieder gefahren wird. "Zwischen beiden zu wählen, war für mich schwer", stöhnt Kati. Hat die 31-Jährige etwa auf das verkehrte Pferd gesetzt? Die Bilanz spricht dagegen: Wenn es ernst wurde, lag sie immer goldrichtig!

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 7.4.2006)

                                       Goldhelm hilft Karlshorst

                   Traben: Heinz Wewering startet heute ab 18 Uhr

(H.Lingk)

BERLIN.  Großer Tag für die Rennbahn Karlshorst: "Goldhelm" Heinz Wewering (56) trabt heute ab 18 Uhr bei einem ganz normalen Renntag an.



Mit dem für seine Verhältnisse spärlichen Preisgeld von 1000 Euro ist "Heinz the Champ" (15 905 Sulkysiege) normalerweise nicht zu locken. Der zweimalige Weltmeister will mit den Starts aber den Karlshorster Rennverein unterstützen, der für eine langfristige Erhaltung der Bahn in Lichtenberg kämpft.

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Bild (Ausgabe vom 6.4.2006)

                          Wewering: Sieben Starts in Karlshorst

(H.Lingk)

BERLIN.  Heinz Wewering, der erfolgreichste Trabrennfahrer der Welt (sieben Derbytreffer / 15 905 Sulkysiege), geht morgen in Karlshorst an den Start. Rund 70 Millionen Euro Preisgeld haben die von ihm trainierten Pferde bisher verdient.



Damit verglichen sind die 500 Euro, die der Sieger eines Rennens in der Wuhlheide bekommt, nur ein Taschengeld. Wewering bringt gleich sieben Pferde mit. Der erste Start erfolgt um 18.20 Uhr.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 10.2.2006)

                          Karlshorst: Mario Basler sitzt im Sulky

(H.Lingk)

BERLIN.  Es gibt für Trabsportfreunde mindestens zwei gute Gründe, heute (ab 18 Uhr) den Renntag in Karlshorst zu besuchen. Der "trabende Geldschrank" Pablo As, der bislang 600 686 Euro Preisgeld verdiente, wird sich wohl mit Roland Hülskath (Mönchengladbach) im Sulky im Hauptrennen wieder den Siegerlohn sichern. Und das vermutlich konkurrenzlos.



Für den zweiten Grund sorgt Mario Basler im Prominenten-Rennen. Der Ex-Herthaner sitzt im Sulky hinter der Favoritin Datema Bes. Doch mit der Stute hatte der einstige Nationalspieler schon einmal Probleme, als er nicht die entscheidende Lücke im Feld fand und nur Dritter wurde. Jetzt ist Mario bissig.

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Bild (Ausgabe vom 2.2.2006)

                                Baslers Hengst erobert Frankreich 

(H.Lingk) 

PARIS.  Was für ein Pferd! Nur zwei Tage nach dem Prix d'Amerique, bei dem die für deutsche Farben laufende Stute Mara Bourbon gnadenlos unterging, holte ein anderer heimischer Traber zum großen Gegenschlag aus. Early Maker mit dem italienischen Landesmeister Enrico Bellei im Sulky gewann den mit 60 000 Euro dotierten Prix de Laval. 

Der Hengst vom Rennstall Catch Glory gehört Mario Basler, Roger Wittmann und dessen Lebensgefährtin Anke Huber.



Die Startnummer 13 wurde für den Rennstall Catch Glory zur Glücksnummer! Als es auf den berüchtigten Berg von Vincennes zuging, schaltete Early Maker ganz locker den Turbo an. In der höllisch schnellen Kilomdeterzeit von 1:14,8 min. brauchte Bellei den Hengst nicht ein einziges Mal richtig fordern.

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Bild (Ausgabe vom 27.1.2006)

                                   Traben: Wowi ehrt Sulky-Fahrer

(H.Lingk) 

BERLIN.  Ehre für die neuen Traber-Champions Daniel Wagner und Katharina Merz: Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit lud die beiden Sulkyfahrer ins Rote Rathaus ein – und erhielt dafür zwei Glücks-Hufeisen.



„Wowi“ ist Experte, fuhr als Stadtrat in Mariendorf selbst Platzierungen heraus. „Im Moment ist das aber kein Thema“, lacht Wowereit, „denn ein Trabrennen ist noch viel gefährlicher als die Politik!“

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Bild (Ausgabe vom 15.1.2006)

                                Basler setzte auf das richtige Pferd

(H.Lingk) 

Cagnes-sur-Mer.  Eine richtige Pferdelunge – die hat sich Mario Basler oft gewünscht. Vielleicht ist daraus seine Leidenschaft für den Trabrennsport erwachsen. Gemeinsam mit seinem Schwager Roger Wittmann und dem einstigen Tennis-As Anke Huber hat Mario den Rennstall „Catch Glory“ gegründet – mit großem Erfolg.



Marios Hengst Early Maker stürmte in dem direkt an der Côte d’Azur gelegenen französischen Badeort Cagnes-sur-Mer im „Prix de Jagersro“ um 30 000 Euro als Riesenaußenseiter zum Sieg! Gesteuert wurde Early Maker von Italiens Sulky-Champion Enrico Bellei.

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Bild (Ausgabe vom 24.12.05)

     Traber-Profi Peter Kwiet droht: Mit 66 ist noch lange nicht Schluß

(H.Lingk) 

BERLIN.  „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“, singt Udo Jürgens. Dem Traber-Profi Peter Kwiet ist dieser Song auf den Leib geschrieben. Denn in dem Alter, in dem sich andere gerade zur Ruhe setzen, fängt der Senior erst richtig an! 

In einem Monat feiert Peter Kwiet seinen 66. Geburtstag und kann auf tolle Erfolge zurück blicken: Zwölf Mal hat „Kwiete“, wie ihn die Kollegen nennen, die Berliner Meisterschaft gewonnen und fuhr exakt 4286 Mal als Erster über die Ziellinie. Mit dem Hengst Manzanares gelang ihm im Derby sogar der ganz große Wurf. Schon 1968 war das – da waren die meisten seiner heutigen Gegner noch nicht einmal geboren.



Doch der rasende Senior kriegt einfach nicht genug. Am 2. Weihnachtstag (Veranstaltungsbeginn 13.30 Uhr) fordert der Altmeister den 30 Jahre jüngeren Daniel Wagner beim Kampf um das Mariendorfer Sulky-Championat heraus. Mit 45 Saisonsiegen auf der Derby-Bahn liegt Wagner nur noch einen einzigen Zähler vor Kwiet, der in den vergangenen Wochen Punkt um Punkt aufgeholt hat,

Sein Paradepferd Vaxman wird Montag sogar als Mariendorfer Herbst-Champion geehrt. Der achtjährige Wallach aus dem Besitz von Margarete Lewin hat bei den letzten sechs Starts fünf Mal gewonnen. Da würde der Sieg im Sulky-Championat „Kwietes“ Erfolgsjahr abrunden ...

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Bild (Ausgabe vom 19.12.05)

                                               Das As sticht!

                            Berliner Wundertraber erobert Paris

(H.Lingk) 

PARIS.  Er hat eine Blesse wie die Milka-Kuh, riesengroße Kulleraugen wie ein Teddybär und ist lieb wie ein Baby. Doch wehe, die Gegner lassen sich davon täuschen: Denn sobald der Traberwallach Chinas As seine Hufe auf die Sandpiste setzt, wird er zur Rennmaschine. 

Ein Pferd wie ein Düsenjet! 

Vor sechs Jahren hatte das Berliner Ehepaar Andreas und Angela Hahn den damals völlig unscheinbaren Wallach für einen Spottpreis auf der Mariendorfer Jährlingsauktion gekauft. Als Geburtstagsgeschenk für ihren kleinen Sohn Tim. Dafür musste Tim zwar lange auf sein Taschengeld verzichten. Doch Chinas As entwickelte sich zum lebenden Sparschwein. 

Der Wundertraber war einfach nicht zu stoppen. Jetzt trauten sich die Hahns mit ihm sogar in die Höhle des Löwen: nach Paris.



Auf der Bahn in Vincennes, wo mit dem Prix d’Amerique das wichtigste Trabrennen der Welt ausgetragen wird, gelang Chinas As am Samstag die Sensation: Mit dem Franzosen Pierre Levesque im Sulky lief Chinas As im Prix de Saint-James um 70 000 Euro einfach über seine 15 Gegner hinweg. 

Damit hat Berlins bester Traber exakt 322 479 Euro für seine Besitzer verdient. Andreas Hahn, Innungsmeister der Dachdecker, platzt vor Freude: „Chinas As rennt nicht nur für uns – er rennt für Berlin!“

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Bild (Ausgabe vom 9.11.2005) 

                                  Schöne Kati hängt die Männer ab

(H.Lingk)

BERLIN.  Die Traberfans in Mariendorf und Karlshorst haben sich schon längst daran gewöhnt: Wenn Katharina Merz (31) mit ihren Pferden auf der Zielgeraden heranfliegt, klingelt es an den Toto-Kassen. Eine Wette auf die Köpenickerin ist fast immer ein Gewinn bringender Tipp. 

Sonntag fuhr die Sulky-Amazone in Mariendorf mit dem Wallach Joyfinder und der Stute Fame de Vie ihre Saisonsiege 51 und 52 heraus. Weitere 49 Mal war sie platziert. Damit hat Kati den männlichen Sulky-Fahrern auf den Berliner Rennpisten locker den Schneid abgekauft. Für die gibt es momentan kaum etwas zu holen.



Nur das Herz der schönen Amazone ist noch zu haben: Mit ihrem Töchterchen Julia (4) und dem Golden Retriever Gino lebt die zweimalige Fritz-Brandt-Siegerin am östlichen Stadtrand. Doch wer dies Herz erobern will, wird mächtig kämpfen müssen: Denn Katis ganze Liebe gehört nur den Pferden. „Ich bin fasziniert von ihrer athletischen Kraft“, schwärmt die Amazone, „und von der Wärme und der Zuneigung, die diese herrlichen Tiere dem Menschen entgegenbringen!“

Deswegen setzt sie im Rennen kaum einmal die Peitsche ein und bewundert vor allem die schwedische Sulkylegende Stig H. Johansson, der in seiner Traumkarriere schon über 60 Mio. Euro Preisgeld verdient hat. „Stig würde nie ein Pferd schlagen“, schwärmt Kati von ihrem Idol. „Selbst beim Prix d’Amerique, dem wichtigsten Trabrennen der Welt, fährt er lieber als Letzter in den Stall zurück, als seinen Traber zu bestrafen.“

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 11.10.2005)

                          Katharina Merz und die Frauen-Quote

(H.Lingk)

BERLIN.  Sie ist 31 Jahre alt, kommt aus Köpenick und ist vom Schnitt her aktuell Deutschlands erfolgreichste Trabrennfahrerin. Katharina Merz ging 2005 bislang in 103 Rennen an den Start - und fuhr 44 Mal als Siegerin über die Linie. Diese Erfolgsquote (42,7 Prozent) ist unerreicht.



Heute ab 18.30 Uhr geht's für Kati in der Wuhlheide mit drei Wertungsläufen um die Karlshorster Amateurmeisterschaft weiter. Besonders mit Wallach Blue Eye hat sie ein ganz heißes Eisen im Feuer. Und auch am Sonntag beim mit 14 200 Euro dotierten Herbstpokal in Mariendorf soll die Konkurrenz von Kati ausgemerzt werden.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 17.9.2005)

                     Heute trabt Nina Hagens Bruder Benny

(H.Lingk) 

BERLIN.  Mit Songs wie „Ich glotz TV“ oder „Du hast den Farbfilm vergessen“ wurde Nina Hagen (50) berühmt. Halbbruder Benjamin  schlug eine ganz andere Karriere ein: Trabrennfahrer! 

Beide haben derselben Vater, aber der smarte Benny hatte mit Pop und Punk nie etwas am Hut – dafür macht der 33-Jährige lieber im Sulky die Musik. Heute hat der Sohn des bekannten DDR-Autors und „Nachtexpress“-Chefs Hans Hagen, der auch Bürgermeister des Bezirks Mitte war, seinen ganz großen Tag! Im Nikolai-Bersarin-Rennen (ab 14 Uhr), einem Karlshorster Saisonklassiker, gilt Benny mit Halfmoon als Favorit.



Einen Sieg möchte der Sportler seinem und Ninas Vater widmen. Benny: „Ich denke ständig an ihn.“ Besonders seinen Tod 1992 kann Benny nicht vergessen. In der Stunde, in der Hans Hagen verstarb, wurde sein Sohn zum Berliner Nachwuchs-Champion gekürt. Benny: „Ich wollte damals nicht zur Ehrung. Aber Hans sagte nur: Benny, Du musst.“

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 28.8.2005)

                                      Puller-Alarm in Mariendorf

                  Und ziiieeehhh! Riesen-Gaudi heute auf der Renne

(H.Lingk)

BERLIN.  Schwere Jungs und leichte Mädchen: Das wird ein ungewöhnlicher Renntag in Mariendorf. Auf der Traberpiste gibt's heute (ab 14 Uhr) das erste Derby der Sulkypuller.

Der Clou: Die Sulkys werden nicht von den Pferden gezogen, sondern die Trainer müssen selber treten. Und zwar kräftig: Denn über die Sprintstrecke von 200 Metern werden sie aus dem Wagen heraus von ihren Frauen und Freundinnen angepeitscht.



Ein Trabrennen ohne Traber - ja spinnen die denn? Ganz und gar nicht: Was zunächst eher als Gaudi für das Mariendorfer Publikum gedacht war, entwickelt sich zu einer richtigen Meisterschaft. Aus dem gesamten Bundesgebiet haben sich 28 Teams angemeldet. Fünf Wildcards bleiben für tatendurstige Zuschauerteams offen.

Der bayrische Sulky-Weltrekordler Andy Schwarz schleppt seine Lebensgefährtin Daniela Fellner im Team "Cool Runnings" über die Piste. "In Lederhosen", kündigt der 29-Jährige an.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 7.8.2005)

                           Favorit Mollema: "Es wird wie guter Sex"

                        Traber-Derby: Holländer mit Doppel-Chance

(H.Lingk)

BERLIN.  Heute ist es soweit: Ab 13 Uhr geht es in Mariendorf in fünf Vorläufen und dem Finale des 110. Deutschen Traber-Derbys ums satte Preisgeld von 430 581 Euro. Insgesamt 43 Gespanne treten um die Traberkrone an.

Für den deutschen Dauer-Champion Heinz Wewering (7 Derbysiege) wird's diesmal schwer. Denn die besten Pferde hat ein Holländer zur Hand: Arnold Mollema (56) trainiert die Superhengste Unforgettable und Uncle Joe's Jet.



In den vergangenen Monaten zeigten die beiden Traber schon Top-Leistungen. Aber von der körperlichen Fitness her stand der Pegel der beiden nach dem Plan ihres Trainers erst bei achtzig. "Es ist wie beim Sex", grinst Mollema verschmitzt. "Das war zunächst ein gutes Vorspiel - doch der richtige Höhepunkt kommt erst jetzt!"

Das Stutenderby endete mit dem Erfolg der krassen Außenseiterin St. Tropez mit Gerd Biendl im Sulky. Die Siegerin (37 500 Euro) entzauberte auf der Zielgeraden die bis dahin klar führende Favoritin Primavera mit Heinz Wewering.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 6.8.2005)

              Wewering-Bluff: Primavera nur bei den Ladys first?

(H.Lingk)

BERLIN.  Genialer Schachzug oder Bluff? Traberchampion Heinz Wewering (Castrop Rauxel/ 15 706 Siege) sorgt vor dem Derby morgen für große Aufregung.

Als am Dienstag in Mariendorf die Vorläufe ausgelost wurden, war die Favoritin, die dreijährige Primavera, nicht dabei, sondern für das heutige Stuten-Derby (ab 13 Uhr) vorgesehen.



Natürlich ist ein Sieg im Stuten-Derby, das Wewering 2004 mit Opera November gewann, überaus ehrenvoll und mit 145 000 Euro dotiert. Doch im Vergleich zum Hauptderby ist das wenig. Dort geht es um 430 581 Euro.

Bleibt die Frage: Warum wählt der Goldhelm die schlechtere Variante?

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 1.8.2005)

                                 Ankes Pferd hat voll verhubert

(H.Lingk)

BERLIN.  Dieser Aufschlag ging kräftig daneben: Im ersten Vorlauf zum Derby-Pokal der Trab-Amateure zum Auftakt der Derby-Woche in Mariendorf hatte Anke Hubers Wallach Chateau Neuf nichts zu melden und wurde auf der Zielgeraden disqualifiziert.

Prächtiges Wetter, prächtige Kulisse und ein prächtiger Reinfall für den Rennstall Catch Glory und die Farben von Ex-Tennis-Lady Anke Huber, ihrem Lebensgefährten Roger Wittmann und Ex-Fußballer Mario Basler. Chateau Neuf ging los wie eine Rakete, aber nur bis zur letzten Kurve. Dann fiel er regelrecht auseinander.



Seine Fahrerin Birgitt Denk zum KURIER: "Chateau Neuf war nur ein Schatten seiner selbst!" Vorlauf-Sieger wurde der Holländer Fred Handelaar mit dem Hengst Temporal, geht nun als Favorit in das Finale am Donnerstag (Beginn 18 Uhr).

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 31.7.2005)

                 Jung-Mami Anke Huber: Jetzt ist sie Pferdeflüsterin 

                             Start der Derby-Woche in Mariendorf 

(H.Lingk) 

BERLIN.  Ein Jahr lang haben die Traber-Fans gewartet, heute um 13 Uhr ist es wieder so weit: Feierlich wird das Blaue Band in Mariendorf zerschnitten, die Rennwoche rund um das 110. Deutsche Derby beginnt. 

Das Finale steigt nächsten Sonntag, doch schon heute geht’s rund: Im Charlie-Mills-Memorial und in den Derby-Pokal-Vorläufen der Amateure. Und auf diesen Pokal ist besonders Anke Huber (30) scharf.



Die ehemalige Weltkasse-Tennisspielerin hat gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Vater ihres Sohnes Moritz (5 Monate), dem Spielerberater Roger Wittmann, und Mario Basler den Rennstall Catch Glory gegründet. Für dieses Team gehen der Wallach Chateau Neuf und der Hengst Victor As in Mariendorf an den Start.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 22.7.2005)

                                             Pferd verkehrt

      Traben kurios in Karlshorst: Fahrer sitzen heute im Sattel

(H.Lingk)

BERLIN.  In Karlshorst sitzen die Sulkyfahrer heute (erster Start 18.30 Uhr) nicht im Wagen, sondern im Sattel. In fünf Rennen wird die German Masters der Trabreiter entschieden. Galopp ist streng verboten: Auch unterm Sattel müssen die Pferde strikt im Trab bleiben.



Die Männer im Feld – wie Hoppegartens Roland Dzubasz – müssen eh aufpassen. Denn zwei Amazonen sind favorisiert: Titelverteidigerin Marisa Bock (24) aus dem westfälischen Rees und die Berlinerin Tanja Fütings (35). Besonders auf ihren Wallach Maribor hat Tanja richtig Bock: "Mein Brauner wird immer besser und ist Spezialist für diese Disziplin!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 8.7.2005)

                         Katharina die Große jagt den Gold Cup

  Morgen steigt in Mariendorf die deutsche Amazonen-Meisterschaft

(H.Lingk)

BERLIN. In den Mythen der Antike galten Amazonen als furchterregende Kriegerinnen. Doch im Sulky gehören sie zum Besten, was der Trabrennsport zu bieten hat: Morgen kämpfen 15 Fahrerinnen in Mariendorf um den Ladies Gold Cup, die deutsche Amazonen-Meisterschaft.

Von Rita Drees, mit 2115 Siegen die erfolgreichste Sulkyfrau der Welt, über Heinz Wewerings Lebensgefährtin Afsoon Amirfallah bis hin zur Europameisterin Karin Walter-Mommert ist alles dabei, was Rang und Namen hat. Zusammen verdienten diese Frauen bisher 5,5 Mio Euro Preisgeld.

Den besten Schnitt hat eine geborene Köpenickerin: Katharina Merz – wohnt und trainiert ihre Pferde in Schöneiche – dirigierte ihre Traber in  dieser Saison bei 71 Starts 57 Mal auf vordere Plätze. Ihr Siegschnitt von 42 Prozent ist bundesweit einmalig – damit lässt sie den männlichen Platzhirschen keinen Stich.



In den vier Wertungsläufen steuert die hübsche 30-Jährige hauptsächlich nur Außenseiter. Doch gerade mit schwach gewetteten Pferden hat Katharina schon oft überrascht.

Übrigens: Nicht nur die Damen im Sulky sind verdammt schick! Der Renntag (ab 12 Uhr/erster Start 14 Uhr) wird von Modenschauen und einem Model-Casting begleitet. Am Schönheitswettbewerb dürfen auch Männer teilnehmen.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 3.7.2005)

                        Buddenbrock: Wewering mit Wut im Bauch

(H.Lingk)

BERLIN.  Der Goldhelm sinnt auf Rache: Heinz Wewering, erfolgreichster Trabrennfahrer der Welt, will morgen in Mariendorf im 102. Buddenbrock-Rennen um 30 000 Euro (ab 12.45 Uhr) eine empfindliche Schlappe wettmachen. Anfang Juni unterlag der Sulkyprofi, der bisher 15 567 Rennen gewann, mit der Stute Primavera dem Holländer Arnold Mollema und Hengst Unforgettable um Millimeterbreite. Im Wimpernschlag-Finale kam er eine Zehntelsekunde zu spät.



Das soll nun in der wichtigsten Generalprobe fürs Derby am 7. August auf keinen Fall noch einmal passieren. Wewering: "Arnold hat ein verdammt gutes Pferd zur Verfügung - aber meine Stute glänzt durch Zuverlässigkeit. Von ihren zehn Rennen konnte sie bisher fünf gewinnen. Ich glaube, wir stoßen den Bock um!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 1.6.2005)

                  Katharina Merz: So gut – und doch so bescheiden

                 Berlins beste Amazone fährt allen Männern davon

(H. Lingk)

BERLIN.  Sie ist nicht nur attraktiv, sondern trommelt eine unglaubliche Bilanz auf die Piste: Katharina Merz gewinnt im Schnitt 40 Prozent ihrer Rennen und liegt damit in der Erfolgsstatistik der Berliner Traberszene einsam an der Spitze.

Kati hätte wirklich allen Grund, stolz zu sein: Im Fritz-Brandt-Klassiker fegte sie ihre Gegner zwei Mal hintereinander von der Bahn! Doch die stille 30-Jährige meidet das Rampenlicht. Nach Siegen eilt die zurückhaltende Amazone sofort in den Rennstall zurück. Denn all ihre Gedanken gelten nur den Pferden.



Und besonders einem wunderschönen Hengst mit dem Namen Metal Firecracker. Als dessen Züchterin Brigitte Giesbier (41) ihn in Katharinas Obhut übergab, war er noch ein Vierbeiner-Baby. Jetzt ist er ein Kracher: 34 Rennen hat er bisher gewonnen. Kati schwärmt: "An ihm stimmt alles." Und ihre Augen leuchten.

Sonntag steht der Hengst vor seiner bisher schwersten Aufgabe: Beim Kampf um die Breeders Crown geht Metal Firecracker als einziges in Berlin trainiertes Pferd im Hauptlauf der Fünf- bis Siebenjährigen an den Start. Die Fahrleine überlässt Kati ausnahmsweise Manfred Zwiener.

Insgesamt werden beim dreitägigen Mariendorfer Super-Meeting (Freitag ab 18 Uhr / Samstag und Sonntag 13 Uhr) 462 850 Euro ausgeschüttet. Für Kati wird das zu einer gewaltigen Herausforderung. Nach der Trennung von ihrem Partner, dem Sulkyprofi Daniel Dähn, trägt sie alleine die Verantwortung für 21 Rennpferde. Kati bescheiden: "Vielleicht können wir ein Stück vom Kuchen abbeißen."

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 27.5.2005)

                   Traber-Party zum 110-Jährigen von Karlshorst

Feier-Renntag: 129 Gespanne, Familienfest und die Chance, mal selber die Fahrleine in die Hand zu nehmen

(H.Lingk)

BERLIN.  Karlshorst feiert. 110 Jahre alt ist das "Dahlem des Ostens" in diesen Tagen geworden. Die Rennpiste in der Wuhlheide hat sogar ein paar Tage mehr auf dem Buckel, wurde am 9. Mai 1894 eröffnet.

Früher jagten Rösser und Reiter in der Wuhlheide über Hindernisse, heute flitzen bunte Sulkygespanne in irrem Tempo durch die überhöhten Steilkurven. Die Bahn war schon immer das Aushängeschild von Karlshorst: Deswegen findet der Höhepunkt der Festwoche natürlich auf der Sandpiste statt.

Mit einem Massenandrang: Insgesamt 129 Konkurrenten gehen heute ab 14 Uhr in den 13 Rennen an den Start. Solch vollgepackte Felder konnte der Pferdesportpark-Leiter Dimitrios Vergos in dieser Saison noch nicht verzeichnen. Besonders Frank Christiansen (Hamburg) bietet eine regelrechte Streitmacht auf und möchte den Berliner Gegnern gleich mit sieben Stallcracks zeigen, wo der Hammer hängt.



Eine Woche vor dem großen Breeders-Crown-Meeting in Mariendorf (3. - 5. Juni) will die Schwesterbahn außerdem beweisen, dass sie kein Schattendasein führt. Beim großen Familienfest mit Livemusik, Riesenhüpfburg und Ponyreiten wird vor allem an die Kinder gedacht. Und ganz mutige Traber-Fans können zwei Stunden vor Rennbeginn sogar selber die Fahrleine im Korbwagen in die Hand nehmen.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 24.3.2005)

                          Brandt-Rennen: Und wieder brennt Kati

(H.Lingk)

BERLIN.  Auf der Piste macht ihr keiner was vor: Katharina Merz (30) führt in dieser Saison klar die Berliner Trab-Amateurrangliste an. Karfreitag geht sie in Mariendorf als Titelverteidigerin ins traditionelle Fritz-Brandt-Rennen (ab 13.30 Uhr).

2004 siegte Katharina mit Candle in the Wind. Diesmal steuert sie den Boxennachbarn Metal Firecracker. Ein Superhengst, den Katharinas Lebensgefährte Daniel Dähn auf seiner Ranch in Schöneiche trainiert.



"Er braucht keine Konkurrenz zu fürchten", ist sich die erfolgreiche Amazone sicher, auch morgen gegen die weiteren 31 Gespanne um die Siegprämie von 23 000 Euro chancenreich zu sein.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 2.3.2005)


                                    Krieg der Trabrennbahnen

           MARIENDORF/KARLSHORST: Einer kippt aus dem Sulky

(H.Lingk)

BERLIN.  In Mariendorf schwingt nur noch einer das Zepter: Seit Montag ist der Traber-Vorstandsboss Ulrich Mommert zugleich neuer Besitzer der 1913 eröffneten Bahn. Der 63-jährige Unternehmer hat dem Rennverein das knapp 19 Hektar große Gelände für vier Millionen Euro abgekauft.

Und das macht die Situation für die andere Berliner Traberpiste in Karlshorst nicht gerade einfacher. Denn Ulrich Mommert, dem selber rund 100 Pferde gehören und dessen Gestüt Brammerau seit Jahren die Rangliste der erfolgreichsten Rennställe dominiert, hält überhaupt nichts davon, dass in der Hauptstadt zwei Rennbahnen existieren.

Auf der Mariendorfer Mitgliederversammlung betonte er: "Wir haben in den ersten beiden Monaten der Saison wiederum keine zufriedenstellenden Umsätze erzielt. Und das liegt vor allem an der Konkurrenz in Karlshorst. Wir nehmen uns gegenseitig die Startpferde für die Rennen weg."



In der Tat gingen bei der letzten Mariendorfer Veranstaltung nur schmale Teilnehmerfelder hinter dem Startauto auf die Reise. Der eiskalte Winter, der ein Training mit den Pferden fast verbietet, kommt hinzu. Um mehr Sulkyfahrer auf die Derbybahn locken, hebt Mommert daher ab sofort sogar die Rennpreise an – und leitet damit den Verdrängungsprozess ein, den er immer angekündigt hatte: "Das wird knallhart, denn es kann nur eine Bahn überleben!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 15.2.2005)

                                                  Ende einer Ära!

Hönemanns Stall in Mariendorf schließt heute für immer: "Mir blutet das Herz"

(H.Lingk)

BERLIN.  Heute ist ein bitterer Tag in der Chronik des Berliner Trabrennsports: Michael Hönemann löst endgültig seinen Rennstall in Mariendorf auf. Der zehnmalige Sulky-Champion wechselt mit allen Pferden in sein neues Trainingszentrum in Lednice an der tschechischen Grenze und geht zukünftig in Österreich an den Start.

Ganz genau 3854 Rennen und 7,1 Mio. Euro Preisgeld hat der 45-Jährige bisher gewonnen. Hönemanns Stern ging in der Saison 1993 auf, als er die Fahrerlegende Gottlieb Jauß an der Spitze ablöste. Mit Nerven wie Drahtseilen wurde "Pinky" zu einem Markenzeichen, an dem auf der Derbybahn und in Karlshorst einfach kein Gegner vorbeikommt.



Michael Hönemann zum KURIER: "Mir blutet das Herz, aber ich hatte keine andere Wahl. Angesichts der ständig sinkenden Dotationen in Deutschland musste ich handeln – sonst wäre mein gesamter Rennstall wirtschaftlich gefährdet gewesen."

Welche fahrerische Klasse den Veranstaltern zukünftig fehlen wird, führte Hönemann seinen Fans am Sonntag imponierend vor Augen: In Mariendorf stieg der Profi vier Mal in den Sulky und gewann alle vier Rennen, darunter auch das "Michael-Hönemann-Rennen"!

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 8.12.2004)

             Was plant der Mann, der Mariendorf kauft, wirklich?

Ulrich Mommert im KURIER-Interview: "Mir geht es nur um den Sport"

BERLIN - Das war die schwierigste Entscheidung in der 91-jährigen Geschichte des Trabrennvereins: Die Mariendorfer Mitglieder haben beschlossen, das 20 Hektar große Bahngelände für vier Millionen Euro zu verkaufen.

Käufer ist der derzeitige Vorstands-Chef Ulrich Mommert (63), der dem Verein per Pachtvertrag den Rennbetrieb in Mariendorf für zehn Jahre zusichert. Der KURIER sprach mit dem Unternehmer.



Ihre Kritiker sagen, der angebotene Preis für das Gelände ist viel zu niedrig.

Mommert: "Ich will das als Grün- und Sportfläche ausgeschriebene Gelände eigentlich gar nicht haben! Denn ich bin leidenschaftlicher Traberbesitzer und kein Immobilienhai, der auf Gewinne spekuliert. Der Verkauf ist die einzige Möglichkeit, den Rennbetrieb zu retten. Die Mariendorfer Kassen sind leer – ohne das Geld gehen sonst sofort die Lichter aus."

Aber wie wollen Sie den Umsatzrückgang von derzeit 7,4 Prozent an den Totokassen stoppen?

Mommert: "Wir werden die Wettannahmestellen im Umland weiter stärken. Aber das reicht nicht. Wir brauchen unbedingt Sponsoren. Deswegen haben wir in den vergangenen Monaten mit fast hundert großen und kleinen Firmen gesprochen. Rund dreißig von ihnen werden in der Saison 2005 unsere Partner sein."

Sie selber haben fast 100 Pferde. Was wünschen Sie sich für den Sport?

Mommert: "Ein besseres Marketing. Trabrennsport ist mehr, als nur zu wetten. Diese Faszination muss neu vermittelt werden, denn damit holen wir das Vertrauen der Fans zurück!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 30.11.2004)

                    Scharf wie Chili: Claudias Finish ist gepfeffert ...

                           Traben: 17-Jährige lenkt Super-Stute

(H.Lingk)

BERLIN.  Toller Erfolg für Berlins jüngste Amazone: Beim Renntag in Karlshorst zeigte Claudia Eilenberger (17) ihren Konkurrenten, was eine Harke ist. Mit der Stute Redhotchilipepper war die Schülerin im Trabreiten nicht zu bremsen.

Dabei sah es fünfhundert Meter vorm Ziel noch gar nicht gut aus für die Lichtenbergerin, die jede Minute ihrer Freizeit in der Wuhlheide verbringt. Denn da lag Claudia hinter den viel älteren und routinierteren Reitern Andreas Konvalinka (39) und Gabriele Löschel (40) noch deutlich zurück. Doch aus der letzten Kurve heraus gab Claudia Gas – Zielfoto-Entscheid! Ein paar bange Minuten musste sie überstehen, dann war die Sensation perfekt.



Für den Super-Sieg kamen zu den 46 000 Euro, die Redhotchilipepper bisher schon verdient hat, noch einmal 400 Euro dazu. Claudia überglücklich: "Ich bin Trainer Rolf Hafvenström total dankbar, dass er mir seine Stute anvertraut hat."

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 13.11.2004)

                              Trab-Duell: Wer fährt besser Pferd?

  Amateur-Championat: Katharina Merz jagt Seriensieger Andre Pögel

(H.Lingk)

BERLIN.  Die Traberfans in Mariendorf und Karlshorst sind es schon gewohnt: Jahr für Jahr holt sich Andre Pögel (32) das Championat der Amateure. Jetzt will eine Amazone diese Erfolgsserie ausmerzen.

Seit Saisonbeginn drückt Katharina Merz (30) mit der Lockenpracht wie Struwwelpeter und dem Fahrstil frech wie Oskar auf das Gaspedal. Sie siegte im Fritz-Brandt-Rennen, Berlins Amateurklassiker überhaupt, und rückte ihrem Gegner Pögel in der Jahreswertung auf den Pelz.



Mit 24:24 Siegen liegen beide vorm Renntag morgen in Mariendorf (13.30 Uhr) gleich auf. Katharina ging 74 Mal an den Start (Siegquote 32,4 %), während Andre 156 Mal in den Sulky kletterte (15,4 %). Am Sonntag tritt Kati mit dem Hengst Centovalli an. Andre steuert Jegro.

Einziger Haken am Finale ist ein dreiwöchiges Fahrverbot, das Katharina vor kurzem nach einer Sturzserie aufgebrummt bekam. Muss sie die Zeitstrafe noch diese Saison absitzen, könnte das die Meisterschaft entscheiden. Kati lacht: "Falls ich wirklich in den Zwangsurlaub geschickt werde, nehme ich den Andre an einen sonnigen Südseestrand mit!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 19.10.2004)

                         Klein(e) Joana will ganz groß mitmischen

(H.Lingk)

BERLIN.  Sie ist schlank und zierlich – doch auf der Rennpiste wird Joana Klein zur knallharten Kämpfernatur. Die 18-jährige Schülerin des Lichtenberger Coppi-Gymnasiums ist das größte Nachwuchstalent im Berliner Trabrennsport. Heute Abend (18 Uhr) steht Joana auf ihrer Heimatbahn in Karlshorst vor einer besonders schweren Aufgabe: Dort werden zum ersten Mal die German Masters der Trabreiter ausgetragen.



Die Sportler sitzen da ausnahmsweise einmal nicht im Sulky, sondern nehmen in vier Wertungsläufen im Sattel Platz. Joana gibt sich aber mutig: "Die Hamburgerin Susann Walter ist zwar Favorit. Aber wenn sich mein Wallach Trubadur alle Fehler verkneift, wird er weit vorne landen. Und mit der Stute Fast Angel rechne ich mir sogar Siegchancen aus!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 2.8.2004)

                          Marios Hengst super, Roland gewinnt

Traber-Derby: Sensation in Mariendorf durch Ambassador As mit Roland Hülskath im Sulky

(H.Lingk)

BERLIN.  Basler-Attacke im 109. Deutschen Traber-Derby: Vor 25 000 Zuschauern lief der Hengst Early Maker des Ex- Nationalspielers mit Rudi Haller im Sulky überraschend bis auf den 4. Platz vor. Doch gegen das Siegergespann hatte er keine Chance: Roland Hülskath und Ambassador As gewannen das mit 440 000 Euro dotierte Rennen.

Dennoch staunte Ehrengast Klaus Wowereit nicht schlecht über die Leistung von Mario Baslers Vierbeiner-Crack, der seinen Derby-Vorlauf überlegen gewonnen hatte. Im Stall inspizierte Berlins Regierender mit Super-Mario zusammen das Super-Pferd. Basler stolz: "Ich habe ihn in allen Wetten auf den ersten Platz gesetzt, nur die dahinter habe ich nicht erwischt!"

Dagegen tat sich Heinz Wewerings Topfavorit Orso November bereits in der Qualifikation schwer und belegte hinter Ambassador As nur den zweiten Platz. Dann das große Finale: Und schon nach 500 Metern wurde der Traum vom achten Derbysieg für den Goldhelm zum absoluten Albtraum. Denn während er selber in der kräftezehrenden Außenspur fest hing, konnten die Konkurrenten ihre Kräfte schonen.



Auf der Zielgeraden flog Ambassador As mit Leichtigkeit vorbei, hielt Threestar Limburgia (Peter Strooper), Novi King (Jochen Haide) und den Basler-Hengst in 1:14,0 min. locker in Schach. Wewerings Orso November landete weit dahinter völlig ausgepowert auf dem sechsten Platz. Roland Hülskath konnte den größten Triumph seiner Karriere gar nicht fassen: "Ich bin völlig benommen, ich glaube es nicht." Und Ambassador As' holländischer Besitzer Ger Visser strahlte: "Er ist der kleine Bruder von Deutschlands bestem Traber Abano As, deswegen habe ich damals auf der Auktion 42 000 Euro für ihn bezahlt."

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 1.8.2004)

          Heute tolles Derby-Fest: Start frei zum Gute-Laune-Krimi

Kleine Preise, großer Spaß: Die Zuschauer sollen die eigentlichen Gewinner sein

(H.Lingk)

BERLIN.  Sommer, Sonne, superschnelle Traber: Diesem Moment haben alle Pferdefans lange entgegengefiebert. Denn es gibt viele spannende Rennen auf den deutschen Bahnen doch nur einmal im Jahr ist Derby-Tag! Dann spielt die Musike nur an einem einzigen Ort: In Mariendorf!

Heute ab 12.30 Uhr wird der Finishkrimi um 440 000 Euro Dotation nicht nur für den Sieger im 109. Deutschen Traber-Derby, sondern für alle Zuschauer zu einem riesigen Fest. Kleine Preise, großer Spaß das ist das Motto für das Superereignis. Egal, ob mit oder ohne Hut: Auf allen drei großen Tribünen und im Champions Teehaus wird bis in den Abend hinein kräftig gefeiert.



Das Besondere beim Sulkysport: Trotz elegantem VIP-Bereich, in dem heute Promis wie Mario Basler, Mariella Ahrens und Schauspieler-Gattin Alexandra Kingsley ihr Gläschen Champagner zusammen mit Derby-Stammbesuchern wie Rolf Eden und Barbara Schöne schlürfen, ist der Kampf um Sieg und Platz schon immer ein Spaß für alle gewesen.

Das gilt auch für die Derby-Fahrer: Im Rennen sind sie zwar bissig, aber sie beißen nicht. Selbst Weltmeister Heinz Wewering isst zwischen den Rennen inmitten der Zuschauer seine geliebte Currywurst und gibt den Fans bereitwillig Autogramme. Egal, wer am Ende als Sieger vom Platz fährt: Das Publikum soll heute der eigentliche Gewinner sein! Der Eintritt kostet 2,50 Euro. Und der Besuch kann sich lohnen: Neben dem "Traberbesitzer für einen Tag" werden Reisen und ein Skoda Octavia ausgelost.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 31.7.2004)

     Phänomen Wewering: Sogar die Gegner verehren den Goldhelm

                 Natürlich heute wieder Favorit im Stuten-Derby

(H.Lingk)

BERLIN.  Was hat dieser Mann bloß für ein Geheimnis? Seit fast 40 Jahren gibt Heinz Wewering im Sulkysport das Tempo vor. Und auch in den fünf Vorläufen und dem Finale zum Arthur-Knauer-Rennen um 160 000 Euro zählt der Ausnahmeprofi heute in Mariendorf (ab 12.30 Uhr) wieder zu den Favoriten.

Seine Stute Opera November wird wohl nur schwer zu packen sein, und langsam lässt diese Erfolgsbilanz die Gegner verzweifeln. Denn an dem zweimaligen Welt- und viermaligen Europameister kommt einfach keiner vorbei. Berlins Topfahrer Michael Hönemann sagt ohne Neid: "Heinz spielt doch in einer ganz anderen Liga mit als wir!"



Der Champ auf der Überholspur: 1965 gewann Wewering mit dem Wallach Morgan vom Veilingshof sein erstes Rennen, 15 347 weitere Mal fuhr er danach als Sieger über die Ziellinie. 1981 gelang ihm mit dem Hengst Noble Stardom der erste von bisher sieben Derby-Erfolgen in Berlin. Auch im Knauer-Rennen triumphierte der Goldhelm schon fünf Mal. Jede kleinste Schwäche seiner Konkurrenten nutzt er gnadenlos aus.

Fragt man nach dem Erfolgsrezept, so sagt er: "Die Basis ist die Liebe zu den Pferden. Denn die Traber bringen den Großteil der Leistung nicht die Männer und Frauen im Sulky dahinter."

Das Bruno-Cassirer-Rennen um 39 000 Euro sah gestern Abend Global Winner (Thomas Panschow) vor Coccola (Gerd Biendl) vorn.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 30.7.2004)

    Zwiener, Kwiet oder Anders: Heute sollen die Berliner abcassiren

    Zwei Zuchtrennen werden heute Abend in Mariendorf entschieden

(H.Lingk)

BERLIN.  In Mariendorf gibt es keine Atempause: Heute (17.30 Uhr) geht es mit dem Bruno-Cassirer-Rennen um 39 000 Euro und dem Zirkel für fünf- und sechsjährige Traber um 40 000 Euro weiter.



Und während die Luft für die Mariendorfer Sulkyprofis gegen ihre auswärtigen Kollegen im Derby-Finale am Sonntag eher sehr dünn wird, sieht es heute in beiden Zuchtprüfungen nicht schlecht für die Berliner aus. Besonders Manfred Zwiener kann mit seinem Hengst Metal Firecracker im Zirkelrennen mächtig auf das Gaspedal treten. Denn der Schwarzbraune ist vier Mal hintereinander ungeschlagen. Im Cassirer-Rennen, in dem nur Stuten startberechtigt sind, hat "Manne" mit der frischen Siegerin Venessa Way ebenfalls eine Chance. Für die Berliner Farben sind hier noch Peter Kwiet mit Kandahar Lobell und Roland Anders mit Loredana dabei.

Sieger im Derby-Pokal der Amateure um 10000 Euro wurde gestern Abend der holländische Gast Fred Handelaar mit seinem Traber Nibber F Boko.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 29.7.2004)

                            Aber heute hat Afsoon den Helm auf

    Bewiesen: Wer Heinz Wewering vertraut, liegt immer goldrichtig

(H.Lingk)

BERLIN.  Die Prognose traf gleich ins Schwarze: Mit seinem Tipp exklusiv für den KURIER lag der "Goldhelm" Heinz Wewering (15 348 Rennsiege) am vergangenen Sonntag beim Ergebnis des Charlie-Mills-Vorlaufs zum Derby-Auftakt in Mariendorf goldrichtig.

Wer mitgetippt hat, wird sich nicht beklagen können: Es gab den neunfachen Wetteinsatz. Doch Achtung! Am heutigen Renntag der Diplomatie (ab 17.30 Uhr) wird es selbst für einen Pferdekenner wie Wewering schwierig, den richtigen Riecher zu beweisen.



Denn sämtliche 13 Rennen sind ausgeglichen besetzt. Und vor allem seine iranische Lebensgefährtin Afsoon Amirfallah (262 Sulkysiege) hat als Titelverteidigerin im Derby-Pokal der Amateure um 10 000 Euro harte Gegner vor der Brust. Einen dritten Platz mit dem Wallach Kempinski rechnet Wewering seiner 31-jährigen Freundin trotzdem aus. Und dann trabt man in Mariendorf so langsam dem Höhepunkt der Woche zu: Denn am Sonntag steigt das 109. Deutsche Traber-Derby.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 26.7.2004)

                           Ja! Mariendorf hat wieder eine Zukunft

               Derbywoche: 18 000 Zuschauer kamen zum Auftakt

(H.Lingk)

BERLIN.  Darf es noch ein bißchen mehr sein? Sicher, ein wenig mehr Umsatz an den Wettkassen kann dem Mariendorfer Rennverein in der Derbywoche nicht schaden. Doch die Bahn hat bewiesen: Der Pferdesport lebt!

Denn gestern feierten 18 000 begeisterte Zuschauer die 14 Sieger des großen Schultheiss-Renntags rund um das Charlie-Mills-Memorial. Auf allen drei Tribünen herrschte Bombenstimmung. Ein gewaltiger Andrang angesichts der Tatsache, dass die Bahn 2003 von Funktionären, die mit ihrem Latein am Ende waren und im Anschluss zurücktreten mussten, schon verkauft werden sollte.

Davon ist nun keine Rede mehr. Mariendorfs neuer Traber-Chef Ulrich Mommert: "Ich bin hoch zufrieden. Wir werden die 91 Jahre alte Anlage wieder langfristig im Stadtbild etablieren. Und besonders stolz macht uns, dass der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit die Siegerehrung im 109. Deutschen Traber-Derby am Sonntag vornehmen wird!" Was auch ganz wichtig ist, das Derby als Höhepunkt des deutschen Trab-Kalenders in der Hauptstadt zu halten. Denn so manch eine etablierte Bahn im Bundesgebiet macht sich insgeheim Hoffnungen auf eine "feindliche Übernahme".



Für eine junge Zuschauerin wurde der erste Mariendorf-Besuch ihres Lebens gleich zum Volltreffer: Stephanie Krüger aus Grünefeld bei Spandau durfte den Favoriten-Hengst Pat kurze Zeit ihr eigen nennen. In der großen Zuschauer-Aktion "Besitzer für einen Tag" zog die 21-jährige Bürokauffrau den Hauptgewinn, eilte sofort in den Stall und ließ sich von Pats Trainer Thomas Heinzig die Renntaktik erklären. Nach dem Zieleinlauf des Hengstes (3. Platz) strich sie 300 Euro Prämie ein. Stephanie überglücklich: "Ich bin absoluter Pferdefan und reite gern. Klar, dass ich nun auch zum Derby komme!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 26.7.2004)

                        Außenseiter schockt die Mills-Favoriten

(H.Lingk)

BERLIN.  Die Mariendorfer Derbywoche begann mit einem Paukenschlag: Im Charlie-Mills-Memorial um 27 000 Euro steckte der Wallach Saraccino zur 20-fachen Siegquote seinen Kopf mit dem letzten Schritt in Front!

Niemand hatte mit dem Achtjährigen und seinem Hamburger Trainer Hans-Joachim Tipke gerechnet, doch für das Gespann lief einfach alles nach Maß. Während Heinz Wewering und sein Traber Höwings Henry an der Spitze höllisch Druck bekamen, war der Mariendorfer Spitzenhengst Chinas As mit Dominik Locqueneux im Sulky an der Innenkante hoffnungslos eingebaut.



Saraccino dagegen fand im Einlauf schnell freie Bahn. 100 Meter vor dem Ziel schlüpfte Chinas As endlich durch eine Lücke und wurde pfeilschnell, doch es reichte nicht mehr. Eine halbe Länge hinter dem Sensationssieger (großartige 1:13,9 min. als Kilometerschnitt) belegte Berlins bester Traber vor Another Lindy (Gerd Biendl) nur den Ehrenplatz.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 25.7.2004)

         Chinas As ist Trumpf, aber nicht alle Joker sind ausgereizt

                    Derbywoche: Heute Charlie-Mills-Memorial

(H.Lingk)

BERLIN.  Start frei zur großen Rennwoche rund um das 109. Deutsche Traber-Derby. Ab heute kämpfen die Sulkygespanne auf der Sandpiste am Mariendorfer Damm um 800 000 Euro Dotation. Den Auftakt macht der Schultheiss-Renntag mit dem Charlie-Mills-Memorial (27 000 Euro).

Schon um 10 Uhr lädt die Brauerei zum zünftigen Frühschoppen, richtig spannend wird es dann kurz vor 14 Uhr, wenn sich die edlen Vierbeiner das erste Mal hinter dem Startwagen versammeln. Die beste Klasse tritt natürlich in den beiden Mills-Vorläufen an: Der Wallach Chinas As, der in der Vorausscheidung fürs Finale zunächst unter die ersten Fünf kommen muss, ist das wohl stärkste Berliner Pferd überhaupt!

Als Catchfahrer für den Klassiker hat Chinas As' Besitzer Andreas Hahn extra den belgischen Spitzenprofi Dominik Locqueneux verpflichtet, der noch am gestrigen Nachmittag in Paris-Vincennes den Prix Lagardere um 140 000 Euro gewann. Dass sich insbesondere Weltmeister Heinz Wewering mit seinem Traber Hot Playboy vorgenommen hat, den Mariendorfer Favoriten um die Bahn zu jagen, macht Andreas Hahn wenig Sorgen: "Chinas As kann jedes Tempo gehen je schneller das Rennen wird, desto besser!"



Im zweiten Vorlauf hält Goldhelm Wewering mit dem Hengst Höwings Henry noch eine weitere Trumpfkarte in der Hand. Doch bisher konnte sich Chinas As, der als Jährling 10 000 Euro kostete und seinem Stallteam seither das 13-fache dieser Summe eingebracht hat, mit jedem Gegner steigern. Der Finish-Krimi ist also programmiert.

Für einen der Zuschauer wird der Renntag sowieso zum reinsten Nervenkitzel werden. Denn Mariendorfs Traber-Boss Uli Mommert hat sich etwas Besonderes einfallen lassen: Unter den Besuchern wird der "Pferdebesitzer für einen Tag" ausgelost. Der Glückliche darf die Prämie einstreichen, die der Hengst Pat, der im 10. Rennen mit Superchance antritt, bei seinem Start verdient. Im Siegfall sind so bis zu 1250 Euro drin. Und in der größten Mariendorfer Derby-Verlosung aller Zeiten geht es sogar um mehr: Bei jeder Veranstaltung wird ein VW oder ein Skoda als Hauptgewinn ausgespielt.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 23.7.2004)

                                          Hoppe, hoppe, Wowi

Derbywoche beginnt: Der Regierende ist Schirmherr saß früher selber im Sulky

(H.Lingk)

BERLIN.  Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat jetzt neben seinen schicken Anzügen auch ein sportliches Traberdress im Kleiderschrank. Will er damit künftig Attacken gegen den Amtsschimmel reiten?

Nein, der Grund für dieses Outfit liegt in der Schirmherrschaft des Politiker für die Derby-Woche in Mariendorf. Ab Sonntag wird dort getrabt, was das Zaumzeug hält.



Wowereit wird aber bei keinem der Rennen starten. Schade eigentlich, besitzt der Bürgermeister doch Erfahrungen in Sachen Trabrennen. Zwei Mal ist er schon in Mariendorf an den Start gegangen, damals war er allerdings noch Stadtrat in Tempelhof.

Fast hätte er sich sogar einen Traberwallach namens Gotland gekauft. Der Regierende mit breitem Grinsen: "Ich bin dann aber im letzten Moment abgesprungen, weil mein Stallpartner das Pferd immer nur selber fahren wollte."

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 5.7.2004)

                            Wewering lässt Goldhelm glänzen

Mit dem Hengst Orso November gewinnt der Sulky-Star das Buddenbrock-Rennen in Mariendorf

(H.Lingk)

BERLIN.  Dieser Mann war für seine 13 Gegner im 101. Buddenbrock mal wieder ein viel zu dicker Brocken: Mit einer Klasse-Leistung gewann "Goldhelm" Heinz Wewering mit seinem Hengst Orso November gestern auf der Trabrennbahn in Mariendorf die große Generalprobe für das deutsche Traber-Derby am 1. August an gleicher Stelle.

Und was für ein Wochenende für den Schumi der Sulkyfahrer: Am Freitag hatte sich Wewering zuerst in Paris den Sieg im Prix Eva um 35 000 Euro mit dem Hengst Höwings Henry geholt. Dann legte er gestern in Mariendorf vor 20 000 begeisterten Zuschauern nach.



Im mit 30 000 Euro ebenfalls satt dotierten Buddenbrock ging Orso November rasch nach vorne, während der Mitfavorit Silver Star bereits nach hundert Metern durch eine Galoppade ausfiel. Danach musste Wewering nur einmal kurz schwitzen: Im letzten Bogen griff der Außenseiter Ambassador As gefährlich an. Doch Orso November wehrte sich in starken 1:14,8 Minuten zäh, während der Herausforderer Mitte der Zielgeraden zermürbt das Geläuf verlor und disqualifiziert wurde.

Deshalb ging das zweite Geld an den Holländer Jos Oorthuijsen mit dem Hengst Ferrari vor Michael Schmid mit der Stute Opera November, die ebenfalls von Wewering trainiert wird. Für den 1. August ist der 54-jährige Ausnahmeprofi daher bestens gerüstet. Dann soll Orso November in die Fußstapfen seines Vaters General November treten, der 1996 das Derby gewann.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 4.7.2004) 

                         Derby-Test: Wewering will mehr als Weiße

(H.Lingk)

BERLIN.  In der 101. Auflage des Buddenbrock-Rennens steht Favorit Silver Star mit seinem holländischen Trainer Peter Strooper heute (13 Uhr) unter Druck. Bei der großen Generalprobe für das Deutsche Derby trifft der Traber in Mariendorf auf 13 starke Gegner.

Und die wollen in dem mit 30 000 Euro dotierten Klassiker ein richtiges Fass aufmachen. Allen voran der Doppelweltmeister Heinz Wewering (Castrop-Rauxel), dessen Hengst Orso November Anfang Juni im Adbell-Toddington-Rennen noch mit der Führung in den Einlauf kam, dann allerdings deutlich von Silver Star abgehängt wurde und nur den dritten Platz belegte.



Mittlerweile hat sich Orso November aber kräftig gesteigert: Vor 14 Tagen drehte der Braune aus dem Championstall November erstmals richtig auf und gewann in Dinslaken ein renommiertes Jahrgangsrennen. Heinz Wewering: „Ich komme schließlich nicht, um nur Weiße zu trinken!“

Noch ein weiterer Crack könnte sich in das Finish einschalten: Der Hengst Ambassador As verriet mit seinem Fahrer Roland Hülskath bereits viel Potential und ist zudem der kleine Bruder von Abano As, dem besten deutschen Traber aller Zeiten. Egal, wie es ausgeht – der Renntag soll zugleich ein echter Familientag werden. Klaus Rinkenburger vom Sponsor SHK: „In der Lotterie gibt es einen Renault Mégane als Hauptgewinn. Für die Kleinen organisieren wir einen prächtigen Spielbereich und die fußballbegeisterten Großen können das EM-Finale direkt nach den Rennen live auf unserer Riesenleinwand verfolgen!“

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 7.6.2004)

                                    Silver Star leuchtete golden

Mit Peter Strooper im Sulky schnappte er sich den Adbell-Toddington-Sieg

(H.Lingk)

BERLIN.  War leider nichts mit einem Berliner Sieg im Adbell-Toddington-Rennen um 30 000 Euro! Doch in der wichtigen Derby-Vorprüfung hielten sich April Perfect (Michael Hönemann) und Bodos Blitz (Manfred Zwiener) mit Rang 4 und 5 gegen zehn Gegner prächtig.

Denn beide Pferde hatten aufgrund ihrer schlechten Startplätze Boden verloren, als im Mariendorfer Klassiker sofort die Post abging: Hengst Ferrari (Roland Hülskath) schaltete gleich den Turbo ein, ließ dann aber Orso November (Heinz Wewering) vorbei. Richtig ernst wurde es im letzten Bogen, als der Holländer Peter Strooper mit Silver Star seinen Angriff durchzog.



In starken 1:14,2 min. servierte Silver Star den noch mal aufrückenden Ferrari mit einer Länge Vorsprung eiskalt ab. Für Rang 3 geriet Orso November durch die Berliner Gespanne, die kontinuierlich aufrückten, nicht mehr in Gefahr. Michael Hönemann durfte trotzdem strahlen, denn er gewann im Rahmenprogramm fünf (!) Rennen.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 6.6.2004)

                            Bodos Blitz: In der Ruhe liegt die Kraft 

                                Heute Adbell-Toddington-Rennen 

(H.Lingk) 

BERLIN.  Start frei für den Derby-Jahrgang 2004: Das Adbell-Toddington-Rennen um 30 000 Euro heute auf der Bahn in Mariendorf (Veranstaltungsbeginn 13.30 Uhr) gilt als wichtige Weichenstellung beim Kampf um die deutsche Traberkrone. 

Doch für die Berliner Sulkygespanne war diese harte Nuss fast nie zu knacken. Es ist schon eine Ewigkeit her, dass ein in Mariendorf trainiertes Pferd dieses wichtige Orakel gewann: Tornado Hanover siegte mit Gottlieb Jauß 1988 und holte sich zwei Monate später prompt auch das Derby. Nun soll endlich ein Berliner Hengst in seine Hufspuren treten: Bodos Blitz ist bisher ungeschlagen und triumphierte mit dem Champion Manfred Zwiener im Sulky schon in fünf Rennen. 

Den Namen hat ihm sein Züchter Bodo Dittmann verpasst. Der kümmert sich gemeinsam mit Freundin Marina rund um die Uhr um den Vierbeiner-Crack. Und tatsächlich fegt der Hengst im täglichen Training wie ein Blitz über die Sandpiste. Bodo Dittmann: „So einen Guten hatte ich noch nie! Er ist sogar besser als sein Boxennachbar Bodos Sturm, der bereits ein wichtiges Standardrennen gewann.“

 


Der schlechte Startplatz könnte dem chancenvollen Außenseiter gegen zwölf starke Gegner – darunter Orso November (Heinz Wewering), Silver Star (Peter Strooper) und der ebenfalls ungeschlagene Godolphin (Ulrich Schnieder) allerdings schwer zu schaffen machen: Bodos Blitz hat ausgerechnet die Nummer Zehn ganz außen erwischt. Besitzer Dittmann gibt sich trotzdem optimistisch: „Mein Brauner hat das Phlegma, das Klasse-Pferde kennzeichnet. Der lässt sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen!“ Alle Berliner Traber-Fans würde es freuen.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 17.5.2004)

    Wunderhengst Abano As trabte los wie von einem anderem Stern

Breeders Crown: Freiherr As leistete dem Favoriten lange Widerstand

(H.Lingk)

BERLIN.  Das war eine Leistung von einem anderen Stern: Mühelos deklassierte der 2,1-Millionen-Traber Abano As mit dem belgischen Meisterfahrer Jos Verbeeck alle Gegner in Mariendorf beim Kampf um die mit 100 000 Euro dotierte Breeders Crown.

Der erste Akt in dem hochwertigsten Traberwettkampf der vergangenen zehn Jahre: Sowohl Abano As, als auch sein großer vierbeiniger Gegenspieler Freiherr As müssen zunächst in zwei getrennten Vorläufen gegen insgesamt 14 andere Kontrahenten antreten. Für die beiden besten deutschen Rennpferde ist das überhaupt kein Problem. Abano As stellt sofort einen neuen Berliner Saisonrekord auf und gewinnt mit fünf Längen Vorsprung. Freiherr As zieht sofort nach: Ebenfalls fünf Längen, und den Rekord toppt er noch einmal um eine halbe Sekunde!



Dann das große Finale: Thomas Panschow im Sulky von Freiherr As will von Startplatz 3 aus sofort an die Spitze, doch Jos Verbeeck hält mit Abano As mächtig dagegen und lässt ihn einfach nicht vorbei. Über eine Runde lang führen beide Supertraber Kopf an Kopf deutlich vor dem Feld. Im letzten Bogen kommt die Entscheidung: Während Freiherr As erste Müdigkeit zeigt, beweisen Abano As und der "Hexer" Verbeeck, wieso sie schon den Prix d'Amerique gewannen! Der Wunderhengst aus dem Besitz von Alwin Schockemöhle schüttelt seinen Gegner überlegen ab und gewinnt mit zwei Längen Vorsprung in der phänomalen Kilometerzeit von 1:12,8 min. Dritter: Oak General (Matthias Schambeck) vorm Mariendorfer Champion Manfred Zwiener mit dem Hengst Chinas As.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 16.5.2004)

                  Zwei Asse auf der Bahn: Freiherr fordert Abano

                Superduell: Mariendorf heute Nabel der Trab-Welt

(H.Lingk)

BERLIN.  Für die Hengste Abano As und Freiherr As wird heute in Mariendorf (ab 13 Uhr) extra ein VIP-Bewachungsschutz organisiert. Schließlich sind beide Gold wert: 3,2 Millionen Euro stehen auf dem Gewinnkonto der Traber-Giganten, die im Mai 1997 innerhalb einer einzigen Woche auf dem Gestüt von Alwin Schockemöhle geboren wurden.

In einem echten Jahrhundert-Rennen treten beide nun im Kampf um die Breeders Crown und 100 000 Euro Dotation gegeneinander an. Purzelt dabei sogar der Bahnrekord? Alwin Schockemöhle: "Eher nicht. Solche Marken fallen, wenn ein Gegner den anderen unbedingt kaputt machen will und unermüdlich auf das Gaspedal drückt. Dafür werden die Fahrer Jos Verbeeck und Thomas Panschow zu clever sein."



Aber wer ist aktuell stärker? Der Prix-d'Amerique-Sieger Abano As (2,1 Mio.) oder der Herausforderer Freiherr As (1,1 Mio.)? Alwin Schockemöhle: "Freiherr As ist ein unglaublich gutes Pferd. Kraftvoll gewachsen und bärenstark sowohl in der Startphase eines Rennens wie auch im Finish. Der Fuchs besitzt einen eisernen Willen und läuft immer weiter, ganz egal wie hoch das Tempo ist."

Und dann lächelt der zweimalige Olympiasieger der Springreiter: "Eigentlich hat er nur ein einziges Problem: Dass Abano As einfach noch besser ist! Ich weiß zwar nicht exakt, wo der Hengst nach seiner Ruhepause konditionell steht. Aber immer, wenn es ernst wird, hat Abano As die Nüstern vorne."

Eigentlich kann heute nur das Temperament dem gewinnreichsten deutschen Traber aller Zeiten im Wege stehen. Schockemöhle: "Mein Abano verfügt über einen absoluten Rennkopf und ist trotzdem zugleich ein ganz schöner Starrkopf!"

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 15.5.2004)

                               Very Valentino hängt Sheriff ab

(H.Lingk)

BERLIN.  Für das Tempelhofer Besitzerehepaar Christa und Hartmut Dillges wurde gestern Abend in Mariendorf ein Traum wahr: Mit dem Hamburger Fahrer Heiner Christiansen im Sulky gewann ihr Traberhengst Very Valentino die mit 60 000 Euro dotierte Breeders Crown der Vierjährigen vor Sheriff As (Thomas Panschow) und Desly As (Roland Hülskath).



Besonders clever: Trotz seiner guten Lage im Spitzenfeld ließ der deutsche Vizechampion Christiansen seinen Hauptgegner Panschow auf halber Strecke zunächst passieren und setzte den Speed seines Hengstes erst im Finish ein. In 1:15,6 Minuten verabschiedete sich Very Valentino dann jedoch blitzschnell von den Kontrahenten. Christiansen hinterher stolz und glücklich: "Ich wusste zu jedem Zeitpunkt, was ich in der Hand hatte."

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 Berliner Kurier (Ausgabe vom 7.5.2004)

          Trab-Sensation in Mariendorf: Abano As gegen Freiherr As!

            Breeders Crown: Duell der Super-Pferde steigt am 16.Mai

(H.Lingk)



BERLIN. Das ist der Trab-Knaller des Jahres: Auf der Bahn in Mariendorf kommt es am 16. Mai zum deutschen Super-Duell: Prix-d'Amerique-Sieger Abano As mit dem belgischen "Hexer" Jos Verbeeck im Sulky tritt gegen den Hengst Freiherr As mit seinem Fahrer Thomas Panschow an.


Beide Pferde wurden von dem zweimaligen Olympiasieger der Springreiter Alwin Schockemöhle gezüchtet und haben bisher 3,2 Millionen Euro Preisgeld in ihren Rennen gewonnen. Schockemöhle: "Wenn nicht eine Verletzung oder ein Trainingsunfall dazwischenkommt, gibt es am Start in Mariendorf nichts zu rütteln."

Im Rahmen des Breeders-Crown-Meetings vom 14. bis 16. Mai werden in Mariendorf insgesamt rund 400 000 Euro an die schnellsten Sulkygespanne ausgeschüttet.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 6.4.2004)

                                   Ab heute traben sie wieder

                  Sorgenbahn Karlshorst blüht wieder richtig auf

(H.Lingk)

BERLIN. Die Traberfans nennen sie liebevoll ihre "alte Dame": Für die am 9. Mai 1894 eröffnete Rennpiste in Karlshorst lief in ihrer bisherigen Geschichte nicht alles nur geradeaus. Doch immer dann, wenn es ganz besonders eng wurde, hat das ursprünglich als Hindernisbahn gegründete Oval im letzten Moment die entscheidende Hürde genommen.

Noch vor wenigen Wochen sah die Situation erschreckend aus. Aufgrund sinkender Wetteinnahmen wollte niemand mehr die wirtschaftliche Verantwortung für die bedrohte Anlage am Rande der Wuhlheide übernehmen. Das endgültige Aus schien programmiert. Erst mit der Gründung eines neuen Rennvereins, des Pferdesportparks Karlshorst e. V. , kehrte die Hoffnung zurück. Dessen Boss Thomas Hartl will mit seiner Stellvertreterin Annette Weimann nun vieles anders machen.

Der ehemalige Sprecher des Berliner Behindertensportverbandes: "Für 2004 haben wir 25 Renntage eingeplant, langfristig soll dabei der Samstag unser Haupttermin werden. Wir wollen die Familien nach Karlshorst zurückholen. " Überhaupt macht Werbefachmann Hartl, der im Hauptberuf die Sportler und Medienvertreter im Deutschen Haus bei den Olympischen Spielen in Athen betreuen wird, ganz auf Optimismus: "Verglichen mit dem aktuellen Zustand der Sportstätten dort, sieht es doch in Karlshorst schon richtig gut aus!".



In der Tat wurden vor dem heutigen Saisonstart (Beginn 18 Uhr) mehr als nur ein paar Eimer frische Farbe investiert. Die sanitären Anlagen der Haupttribüne wurden grundsaniert, schon bald werden alle Restaurants in neuem Glanz erstrahlen. Den Sulkyfahrern selber scheint es zu gefallen: Michael Hönemann, Manfred Zwiener und Co. haben Pferde für insgesamt 11 Rennen genannt.

Und für eine (kleine) Amazone mit ganz großem Können wird der Abend sowieso etwas absolut Besonderes werden: Die Lichtenberger Schülerin Joana Klein (17) konnte sich 2003 in ihrer Spezialdisziplin, dem Trabreiten, bundesweit von der Konkurrenz absetzen. Für den Sieg im Sattel-Championat wird sie heute vor dem Saisonpremieren-Publikum geehrt.

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Berliner Kurier (Ausgabe vom 27.2.2004)

                                             Karlshorst lebt!

Trabrennbahn in der Wuhlheide wird ein Erlebnispark für die ganze Familie

(H.Lingk)

Berlin - Ein bisschen klingt es wie ein vorgezogener Aprilscherz, aber es ist voller Ernst. Was selbst kühnste Optimisten nicht für möglich hielten, wird nun tatsächlich wahr: Bereits in rund fünf Wochen werden auf der 110 Jahre alten Bahn in Karlshorst wieder Trabrennen ausgetragen.

Bereits am 6. April sollen die Pferde und Fahrer wieder um Sieg und Platz auf der Traditionspiste in der Wuhlheide kämpfen. Die Austragung von 30 bis 35 Veranstaltungen gilt als sicher. Darüber hinaus sollen einem breiten Publikum zukünftig weitere Freizeitaktivitäten wie Reiten, Golf und Beachvolleyball auf dem 38 Hektar großen Gelände angeboten werden.



Am Mittwoch stellte der neu gegründete Förderverein (PSP Pferdesportpark) sein Konzept den rund 300 versammelten Trainern und Interessierten vor. Der Vorsitzende Derek Kröger: "Bis hin zur Alten Försterei besitzt die Wuhlheide eine riesige Chance, sich zum Sport- und Freizeitzentrum Nummer Eins in Berlin zu entwickeln."

Aber ist dabei der Zoff mit den Nachbarn in Mariendorf schon programmiert? Denn angesichts sinkender Rennpreise wird das Potenzial an Pferden für beide Bahnen ständig geringer. Und obendrein hält in Karlshorst ab sofort der in Mariendorf geschasste Ex-Geschäftsführer Dimitrios Vergos die Zügel in der Hand. Zündstoff pur!

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